LUXEMBURG
SVEN WOHL

Die Mehrheit der Landesbewohner haben einen Migrationshintergrund

Dass Luxemburg ein absolutes Migrationsland darstellt, ist kein Geheimnis. Das heißt jedoch nicht, dass die Migration im Großherzogtum selbst nicht noch das eine oder andere Geheimnis bietet und dadurch erklärt sich, dass in dieser Hinsicht immer noch regelmäßig Statsitiken erstellt werden.

Omnipräsenter Migrationshintergrund

61,2% der luxemburgischen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Dies stellt die aktuelle Studie des Statec, die in Zusammenarbeit mit der Universität verfasst wurde, fest. Keine Überraschung also in dieser Hinsicht, jedoch ist es interessant zu sehen, aus welchen Ländern diese Migration eigentlich herkommt. Neun der Zehn Länder liegen in der EU und an der Spitze befinden sich die Portugiesen mit 16,1% der Gesamtpopulation, gefolgt von den Franzosen mit 6,1%.

Jedoch erschöpft sich damit nicht die Dimension des Migrations-Hintergrundes. Dazu gehören auch Personen, deren Eltern schon ins Großherzogtum eingewandert sind. Dadurch werden auch diese Generationen nachhaltiger aufgeschlüsselt und es wird deutlich, dass die Nachkommen der zurückliegenden Einwanderungswellen aus Portugal (27,1%) und Italien (13,6%) überwiegen. Daraus ergibt sich eine weit historischer geprägte Sicht auf die Migration.

Ausländer, die auch im Ausland geboren sind, machen aber mehr als die Hälfte der hier erfassten Personen mit Migrationshintergrund aus. Unter dem Strich wird festgehalten, dass fast ein Zehntel der Gesamtpopulation, also 8,5%, einen Migrationshintergrund besitzen. Insgesamt wurden bei der Erhebung 168 verschiedene Nationalitäten begegnet, was zumindest auf die Diversität der Migrationshintergründe hinweist.