Atelier Shallie“ ist der 16. Teil der Atelier-Reihe, doch vor allem ist es der dritte und somit der letzte Teil der „Alchemists of the Dusk“-Trilogie. Verspricht der jüngste Ableger der längst in Europa etablierten Rollenspiel-Reihe ein grandioses Ende?
Nachdem man in die Handlungsstränge der beiden spielbaren Charaktere Shallistera und Shallotte - Beide werden Shallie genannt - eingeführt wurde, darf der Spieler wählen, wen er im restlichen Verlauf spielen will. Die Wasserquellen der Oase drohen zu vertrocknen, was dazu führt, dass Pflanzen eingehen und Tiere hungrig werden. Die Menschheit droht nicht nur wegen der Austrocknung zu sterben, sondern wird auch noch von den wilden Tieren angegriffen. Die Alchemistinnen Shallistera und Shallotte versuchen die Welt auf ihre eigenen Art und Weisen zu retten. Die Alchemie spielt, wie der Titel der Serie es andeutet, eine zentrale Rolle. Obwohl man pro Spielverlauf nur einen der beiden Charaktere spielen kann, müssen beide Shallies zusammenarbeiten, um das Ende der Welt abzuwenden.
Technisch besser als der Vorgänger
Wie in Rollenspielen üblich, erhält der Spieler durch das Töten von Monstern und das Erledigen von Aufgaben Erfahrungspunkte. Die Karten auf denen man Monster begegnet sind bedeutend größer als beim Vorgänger. Des Weiteren ist der Spieler darauf angewiesen, dass er mittels Alchemie verschiedene Dinge wie zum Beispiel Tränke herstellt. „Atelier Shallie“ bietet einige Neuerungen, wie zum Beispiel das „life task system“, welches die Aufgaben auflistet, die der Spieler bewältigen muss oder kann. Die erhaltenen Aufgaben passen sich an das Spielverhalten an.
Die wunderschöne Grafik des Vorgängers wird von „Atelier Shallie“ getoppt. Wegen dem verwendeten Cel-Shading-Stil und den bunten Farben sieht das Spiel einem Anime zum Verwechseln ähnlich. Die Cutscenes sind ebenfalls grafisch auf einem sehr hohen Niveau. Der Soundtrack passt wie maßgeschneidert auf die verschiedenen Spielsituationen. Das Spiel wurde erstmals ins Englische synchronisiert, was der Welt keinesfalls seinen Charme nimmt.
Ernüchternder Bug
Leider bringt einen nicht nur die etwas zu niedrig geratene Bildrate auf den Boden der Tatsachen zurück, sondern auch ein Bug, der die Konsole einfriert, und das Speichersystem der Konsole beschädigen kann. Außerdem wird dadurch ein wesentlicher Bestandteil der Charakterentwicklung blockiert.
Das hübsche JRPG das einen zum Synthetisieren, Sammeln, Erledigen von Aufträgen und Kämpfen animiert ist durchaus ein spielenswerter Titel, falls man vom Einfrierbug absieht. Stellenweise kann es auch mit großen Titeln aus dem Genre, wie „Final Fantasy“ oder „Dragon Quest“, mithalten. Alles in allem bietet sich „Atelier Shallie“ hauptsächlich für Genreliebhaber an und liefert denen, die die Trilogie gespannt verfolgt haben, ein gelungenes Ende. Der Titel kann für 39,99 Euro im Fachhandel für die PlayStation 3 gekauft werden.



