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Endlich auch in Europa: „Dragon Quest VII - Fragmente der Vergangenheit“

Erstmals erschien „Dragon Quest VII“ im Jahr 2000 und wurde - damals noch unter dem Namen „Dragon Warrior“ - 2001 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht, in Europa ist es bis jetzt nicht erschienen. Damals waren Enix und Squaresoft noch Konkurrenten, heute heißen sie Square Enix. Das Remake von „Dragon Quest VII“ ist nun nach langem Warten in Europa für Nintendo 3DS erschienen.

Das Spielgeschehen findet zunächst auf einer kleinen Insel namens Estard statt. Deren Einwohner glauben, dass dies die einzige Insel sei, die es gibt, da die Seefahrer noch keine weiteren entdeckt haben. Der Protagonist und sein Freund Prinz Gismar bezweifeln dies jedoch und untersuchen die verbotenen Orte auf der Insel. Dabei werden sie von der Tochter des Bürgermeisters, Maribel, begleitet. Eines Tages entdecken sie, dass sie durch das Einfügen von Steintafeln in Säulen in die Vergangenheit anderer Inseln reisen können. Die Inseln stehen kurz vor dem Untergang. Dadurch, dass die Helden die Inseln retten, tauchen diese auf wundersame Art und Weise auch in der Gegenwart auf.

Die Serie bleibt sich treu

Wie bei „Dragon Quest“ üblich muss man durch rundenbasierte Kämpfe Erfahrung sammeln, um im Level aufzusteigen, damit die immer stärker werdenden Gegner besiegt werden können. Wie in fast jedem Rollenspiel kann man sein Team individuell mit Waffen und Rüstung ausrüsten, um die Attribute zu verbessern. Im Verlauf des Spiels gibt die Möglichkeit, sich eine von über 50 Charakterklassen auszusuchen, um seinen Charakter zu individualisieren, sprich ihm weitere Fähigkeiten zu verleihen.

Die Grafik des Spiels wurde komplett überarbeitet und ist nun ganz dreidimensional gehalten. Das Charakterdesign stammt von dem bekannten Manga-Künstler Akira Toriyama („Dragon Ball“) . Der Soundtrack wurde von Koichi Sugiyama komponiert und wird vielen Fans der Serie wohl zu großen Teilen bekannt vorkommen.

Lohnt sich

Vor allem die europäischen Fans mussten lange warten; das hat sich jedoch gelohnt. Das Spiel bietet selbst erfahrenen Spielern über 70 Stunden Spielzeit. Da kann man dann leicht über Kleinigkeiten hinwegsehen, an denen erkennbar ist, dass „Dragon Quest VII“ zum Teil stark veraltet ist. So muss man zum Speichern in eine Kirche laufen, Schnellspeichern ist zwar möglich, jedoch kann währenddessen nicht auf andere Spielstände zugegriffen werden. Beim Level-Up oder wenn sich die Gruppenzusammensetzung verändert, bleibt das Spiel einige Sekunde hängen und das ohne jeglichen Grund. Die Kamera dreht sich nicht von selbst, auch wenn sie manuell gedreht wird, sind die Möglichkeiten begrenzt. Die Monster sind zum größten Teil identisch zu denen, die bereits bekannt sind, jedoch sind sie oft sehr süß, sodass man darüber hinwegsehen kann. Alles in allem lohnt sich der Kauf von „Dragon Quest VII“, auch wenn man sich teilweise mit veralteten Spielemechaniken abgeben muss.

Interessierte können sich das Spiel für rund 40 Euro im Fachmarkt besorgen.