LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Reihe „E Buch am Zuch - En train de lire - Lesen in einem Zug“ thematisiert die Kindheit

Der 23. April, der Todestag von Shakespeare und Cervantès, wurde von des UNESCO als „Welttag des Buches und Urheberrechts“ proklamiert. Im laufenden Jahr verteilen die „Initiativ Freed um Liesen“, das Merscher Literaturzentrum und die nationale Eisenbahngesellschaft CFL an diesem Tag den 17. Band der Reihe „E Buch am Zuch - En train de lire - Lesen in einem Zug“. Wie gestern Vormittag bei der Vorstellung der diesjährigen Anthologie unterstrichen wurde, handelt es sich hierbei um „ein Geschenk für die Kunden der CFL“. Das Büchlein ist demnach nicht im Handel erhältlich.

17. Auflage der Reihe „E Buch am Zuch“

Für CFL-Generaldirektor Marc Wengler lädt das Reisen mit der Bahn zum Lesen ein, hat man hier doch Zeit und Ruhe, sich mit einer interessanten und entspannenden Lektüre abzugeben. Claudia Schneider-Schoo, „Initiativ Freed um Liesen“, erinnerte daran, dass 1998 zum erstes mal „E Buch am Zuch“ in Luxemburg verteilt wurde. Aufgrund des Erfolgs dieser Initiative wurde im darauf folgenden Jahr erstmals ein Buch mit Texten von luxemburgischen Autoren oder Autoren, die in Luxemburg leben, verteilt wurde.

Der diesjährige 17. Band der Reihe „E Buch am Zuch - En train de lire - Lesen in einem Zug“ thematisiert die Kindheit, wie Germaine Goetzinger gestern zu berichten wusste. Bei der Auswahl der Texte der Anthologie waren die Herausgeber überrascht von „der Fülle von Texten, die sich mit Kindern und der Kindheit beschäftigen“. Aus diesem Grund beschränkte man sich auf die Altersspanne bis zwölf Jahre. Es wurde versucht, „diese Zeit des Kindseins in all seinen Bereichen darzustellen, angefangen von der Geburt über die Schule, den Alltag, Spiel und Sport bis hin zum Thema Krankheit“, dies unter Berücksichtigung der „fröhlichen, besinnlichen, behüteten, tröstlichen, ungewöhnlichen, traurigen und gelegentlich grausamen Seiten“ der Kindheit.

49 Beträge von 33 Autoren

Wie in den Vorjahren stützt sich die Auswahl auf bereits veröffentlichte Texte von Autoren aus Luxemburg. Da sich die Herausgeber „bewusst an die historische und individuelle Schreibweise der Autoren“ gehalten haben, sind vermeintliche Rechtschreibefehler in luxemburgischen Beiträgen keine Druckfehler, wie Goetzinger unterstrich. In der Anthologie werden 49 Texte - 22 in luxemburgischer, 15 in deutscher, elf in französischer und eine Text in englischer Sprache - von 33 Autoren (22 Männer und elf Frauen) veröffentlicht. Für Claude D. Conter vom Merscher Literaturzentrum stellt die Reihe „E Buch am Zuch - En train de lire - Lesen in einem Zug“ eine Tradition dar, die für den Fortbestand der luxemburgischen Literatur steht. Die Textsammlung richtet sich an alle Bevölkerungsschichten und gibt einen historischen Überblick auf die luxemburgische Literatur ab dem 19. Jahrhundert bis heute. Und die Anthologie spiegelt die Vielfältigkeit der Literatur im Großherzogtum in diversen Sprachen wider, meinte Claude D. Conter abschließend.

„E Buch am Buch“ wird am kommenden Donnerstag, dem 23. April von 16.00 bis 18.30 im hauptstädtischen Bahnhof, im Bahnhof Bettemburg (im Rahmen der „LiteraTour“ der Gemeinde Bettemburg) und im Bahnhof Wasserbillig (in Zusammenarbeit mit der „Musel-Sauer Mediathéik“) an die Zugreisenden verteilt werden.