LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Neuntes Luxembourg City Film Festival mit 97 Filmen aller Art

Am Mittwochmorgen hatten die Verantwortlichen des Luxembourg City Film Festivals (LuxFilmFest) zur Vorstellung des Programms der neunten Ausgabe, die vom 7. bis 17. März stattfinden wird, ins „Kinepolis Kirchberg“ eingeladen. Aus dem Team um Festival-Präsidentin Colette Flesch waren unter anderem Alexis Juncosa, Gladys Lazareff und Boyd Van Hoeij anwesend. Zum ersten Mal begrüßte man Sam Tanson in ihrer Funktion als Kulturministerin. Traditionell gesellten sich die Bürgermeisterin der Stadt Luxemburg Lydie Polfer, der Kinepolis-Manager Christophe Eyssartier und Film-Fund-Direktor Guy Daleiden zu den Organisatoren. In ihren kurzen Reden unterstrichen fast alle den multikulturellen Charakter des Festivals. Zudem werden dieses Jahr mehr Vorstellungen stattfinden, so dass sich die Qual der Wahl etwas reduziert, doch bei 97 Filmen aller Art, wird es mehr als qualvoll bleiben.

Offizielle Wettbewerbe

Im Dokumentarfilmwettbewerb starten sechs Filme, die von Miriam Allen, Johanna Caraire, Guilhem Caillard und Emmanuel Cuénod bewertet werden, den Leitern der Festivals von Galway, Bordeaux, Montreal (Cinemania) und Genf, sowie von Marta Prus, der Gewinnerin des letztjährigen Dokumentarfilmpreises für „Over the Limit“.

In der Jury des offiziellen Spielfilm-Wettbewerbs tagen der Schauspieler Lior Ashkenazi, der letztes Jahr im Film „Foxtrot“ zu sehen war, der den „Grand Prix by Orange“ gewann, der belgische Regisseur Joachim Lafosse, sein luxemburgischer Kollege Govinda Van Maele und die Cutterin Juliette Welfing. Elf Filme aus aller Welt stehen zur Auswahl, wobei die interessantesten „Der Boden unter den Füßen“ von Marie Kreutzer, „Ray & Liz“ von Richard Billingham und „Firecrackers“ von Jasmin Mozaffari sind. Außerdem müssen eine Pressejury, eine Jugendjury und eine Kinderjury ihre Lieblingsfilme aussuchen. Etliche Filme laufen außer Wettbewerb in luxemburgischer Erstaufführung, wie „Cutterhead“ von Rasmus Kloster Bro, „Greta“ von Neil Jordan, „In Fabric“ von Peter Strickland, „Meeting Gorbachev“ von Werner Herzog und „Sunset“ (Napszállta) von László Nemes.

Das Festival eröffnet mit dem Film „Gloria Bell“ von Sebastián Lelio. Die Preisverleihung wird mit der Samsa-Film-Koproduktion „Tel Aviv On Fire“ von Sameh Zoabi abgeschlossen, und das Festival schließt definitiv mit „The Beach Bum“ von Harmony Korine.

Made in Luxembourg

Zwölf Filme, die entweder in Luxemburg oder in Koproduktion gedreht wurden, feiern ihre luxemburgische Premiere während des Festivals: „Tel Aviv On Fire“, „Sawah“ von Adolf El Assal, „Angelo“ von Markus Schleinzer, „California Dreaming“ von Fabrizio Maltese, „Escapada“ von Sarah Hirtt, „Flatland“ von Jenna Bass, „Pour Vivre Heureux“ von Salima Sarah Glamine & Dimitri Linder, „Funan“ von Denis Do, „Invisible Sue“ von Markus Dietrich, „Péitruss“ von Max Jacoby, „Temblores“ von Jayro Bustamante und „Zero Impunity“ von Nicolas Blies & Stéphane Hueber-Blies. Außerdem kann man zwölf heimische Kurzfilme entdecken. Auch für Jugendliche und Kinder gibt es ein großes Programm. Ferner wird eine Masterclass mit dem Kameramann Darius Khondji geboten, und die Sponsoren zeigen ebenfalls Filme, die sie ausgesucht haben. Im „Casino Luxembourg“, dem Hauptquartier des Festivals, ist wieder ein Pavillon der virtuellen Realität gewidmet.

Details zu weiteren Veranstaltungen kann man sich auf der Internetseite des Festivals www.luxfilmfest.lu anschauen, wo man übrigens von den Mädels der Rythm Tappers aus Arizona begrüßt wird. Hier findet man auch das Programm und genauere Informationen zu den Filmen, Events und Tarife.