LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Das nenn ich doch mal ein Jubiläum: Derweil alle Welt von Gast Gibéryen spricht, der sich gestern nach 31-jährigem Dauereinsatz in der „Chamber“ in den politischen Ruhestand verabschiedete,   konnte CSV-Raubein Michel Wolter seine 37. „Rentrée parlementaire“ feiern, wie er nicht ohne Stolz auf Facebook postete.  Allerdings weilte Wolter, der mit 21 Lenzen erstmals in das Abgeordnetendings gewählt wurde, im Gegensatz zu Gibéryen nicht ununterbrochen im Hohen Haus, sondern malochte immerhin auch einige Jahre als Minister.

Gibéryen kam indes noch einmal im „Wort“ zu Ehren, wo er „anhand von 31 Weggefährten“ seine „parlamentarische Geschichte stichwortartig Revue passieren“ ließ. Dort bezeichnet er Fernand Kartheiser als „für mich das intelligenteste Mitglied der Chamber“,  Jean Colombera als „feiner Kerl mit stets avangardistischen Ideen“ und Fred Keup als „würdiger Nachfolger“, ehe er an das ehemals „hippieartige Äußere“ von François Bausch erinnert. Staatspremier Bettel, der sich ja gestern  mit seiner Rede zur Lage der Nation an die Nation richtete, wird hier  übrigens ebenfalls als „cleverer und intelligenter Politiker“ charakterisiert - sehr zum Leidwesen der „Wort“-Redaktion, die sich in ihrem Editorial wieder einmal nach „Führungsstärke“ sehnte. Na dann...