LUXEMBURG
SVEN WOHL

Wie man sich am Stausee richtig verhält

Da man sich aufgrund der aktuellen Lage auf einen Urlaub innerhalb der Grenzen des Großherzogtums gefasst machen kann, beginnt bei vielen bereits die Suche nach einem guten Ausflugsziel. Der Stausee im Norden des Landes sollte hier für viel die erste Destination sein, die angefahren wird. Gerne vergessen wird dabei, dass der Stausee auch als Trinkwasserversorgung für drei Viertel der Bevölkerung dient. Dementsprechend sollte respektvoll mit dem Areal umgegangen werden.

Müll, Grillen und Hunde

Der Naturpark Öewersauer hat deshalb einige wichtige Richtlinien veröffentlicht. So sei das Wegwerfen von Müll in der Natur nicht nur am Stausee, sondern im ganzen Land verboten. Ungeeignete Substanzen, wie etwa lösliche Schadstoffe oder auch Plastik, können zu einer Verunreinigung des Wassers führen. Es stehen Müllcontainer zur Verfügung und an einigen Liegewiesen sei auch das korrekt Sortieren fürs Recycling möglich.

Grillen gehört für viele zu einem Stauseebesuch einfach dazu. Jedoch sei dies nur an den dafür vorgesehen Stellen erlaubt. In Insenborn sind am „Fuussefeld“ Grille zu finden, die genutzt werden können. In den folgenden Jahren sollen mehr Grillstellen an anderen Orten folgen. Wildes Grillen sei jedoch genau so wenig erlaubt wie das Feuer machen auf den Liegewiesen. Durch weggeworfene, noch glühende Einweggrills komme es regelmäßig zu brennenden Müllcontainern und damit auch zu Einsätzen der freiwilligen Feuerwehr.

Ebenfalls verboten sind Hunde, und das auf sämtlichen Liegewiesen rund um den Obersauerstausee. Diese sollen immer wieder zu Unruhen unter den Badegästen geführt haben. Die umliegenden Gemeinden hätten deshalb ein Verbot ausgesprochen, so der „Naturpark Öewersauer“.

Das wilde Campen oder Zelten ist hier ebenfalls untersagt. Das gilt für die gesamte Region des Obersauerstausees. Nächtelange Partys stören Anwohner und Tierwelt.

Einige Neuheiten sollen gewissen Einschränkungen entgegen wirken. So werden zwei Foodtrucks dieses Jahr an den Stränden zu finden sein. Der Imbisswagen „Opim‘s“ ist auf der Liegewiese von Lultzhausen zu finden. Der Foodtruck „Flux“ dagegen versorgt die hungrigen Gäste am „Fuussefeld“.

Gegen den Müll geht man diese Saison ganz kreativ vor und man möchte es mit dem Konzept „Plogging“ in Angriff nehmen. Hierbei wird das Joggen mit dem Aufsammeln von Müll kombiniert.

Termine hierfür sind für den 31. Juli in Insenborn, den 28. August in Liefringen und am 25. September in Lultzhausen angesetzt. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm wir hier eine Strecke von fünf Kilometer gelaufen und Müll gesammelt.

Anmelden für das Plogging kann man sich im Vorfeld per Email unter info@naturpark-sure.lu oder
per Telefon unter 89 93 31 - 1