LUXEMBURG
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Zahl der Covid-19-Checks steigt rapide - 12 Neuinfektionen mehr heute - Zahl der Patienten in Kliniken sinkt weiter

Testen, testen, testen“: Während der große flächendeckenden Covid-19-Check in Vorbereitung ist - weitere Details zu der Offensive ab dem 19. Mai, bei der in 17 nationalen Testzentren insgesamt bis zu 20.000 Bürger täglich passieren sollen können, gibt es am Donnerstagmorgen, dazu erste Resultate der „CON-VINCE“ Studie zur Evaluierung der Ausbreitungsdynamik des Erregers in der luxemburgischen Bevölkerung - nähert sich die Zahl der Coronavirus-Tests seit Ausbruch der Krise den 50.000 an.

Laut Gesundheitsministerium waren es heute genau 49.299, 960 mehr als am Montag. Über 39.000 dieser Checks wurden bei Ansässigen durchgeführt. Die Zahl der bekannten Infektionen lag indes bei 3.840 (+12 gegenüber dem Vortag). Während die Zahl der Sterbefälle durch das Virus nicht weiter anstieg und bei 96 bleibt, kletterte die Zahl der aktiven Infektionen leicht auf 332. 3.412 Covid-19-Patienten gelten bislang als geheilt.

Insgesamt 114 Personen (inklusive Patienten aus dem Grand Est) wurden in den hiesigen Kliniken betreut, davon 25 auf einer Intensivstation. 856 konnten seit Ausbruch der Krise wieder aus den Spitälern entlassen werden.

Hände waschen nicht vergessen

Auch wenn die Kurve der Infektionen abflacht: die „Barrieregesten“ bleiben natürlich weiterhin oberstes Gebot. Dazu gehört das „Social Distancing“ - also körperlichen Kontakt vermeiden und einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten -, die Maske, das Husten und Niesen in ein Papiertaschentuch - das dann in einem Abfallbehälter mit Deckel entsorgt werden soll-, oder notfalls in den Ellbogen, der Beschluss, bei Krankheit zuhause zu bleiben, aber vor allem das Händewaschen, das allgemein wichtig ist, um die Übertragung jeglicher Erreger zu stoppen.

Daran erinnert sogar ein Welttag, der erstmals 2009 auf Betreiben der Weltgesundheitsorganisation begangen wird. Alljährlich läuft dazu eine Kampagne, die in diesem Jahr natürlich besonders wichtig ist.

Das Covid-19-Virus, das über Tröpfchen aus dem Mund übertragen wird - beim Husten, Niesen, Sprechen.... - kann laut den neuesten Studien bis zu drei Stunden in der Luft überleben, bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, bis zu 24 Stunden auf Karton oder Plastik und sogar bis zu 72 Stunden auf Inoxstahl.

23 Mal pro Stunde ins Gesicht

Wer die kontaminierten Flächen anfasst und sich dann ins Gesicht fast - wir tun das instinktiv durchschnittlich 23 Mal pro Stunde, wie Studien ergeben haben - riskiert, dass er in die eigenen Atemwege gelangt. Um das zu vermeiden ist regelmäßiges Händewaschen natürlich unbedingt geboten.

Und zwar gründliches Händewaschen, zu dem das Gesundheitsministerium folgende Empfehlungen gibt: Ringe oder sonstige Schmuckstücke entfernen, die Hände gründlich befeuchten, soviel Seife auftragen, dass sie die Hände komplett bedeckt, 20 bis 30 Sekunden lang einreiben, Handfläche gegen Handfläche reiben, aber auch den Handrücken, die Daumen und die Fingernägel nicht vergessen.

Abschließend die Hände gut unter laufendem Wasser reinigen und mit einer Serviette abtrocknen, die anschließend sofort in den Müll- oder Wäscheeimer wandern soll. Die Serviette zuvor auch dazu benutzen, den Wasserhahn abzustellen.

Handschuhe

Kein Ersatz für Händewaschen

Im Alltag schützt regelmäßiges Händewaschen besser gegen das Coronavirus als das Tragen von Handschuhen. Denn Handschuhe verhindern nicht, dass das Virus von einer Fläche zur anderen übertragen wird: wenn Sie mit dem Virus infizierte Flächen oder Gegenstände berühren, so überträgt sich das Virus auf den Handschuh und von dort aus auf ihre persönlichen Gegenstände. Wie das Gesundheitsministerium unterstreicht, vermag eine hydro-alkoholische Lösung Handschuhe nicht wirklich zu desinfizieren. Das Risiko der Übertragung auf die Hände beim Ausziehen der Handschuhe ist nicht unerheblich. Einweghandschuhe, die übrigens schwer entsorgt werden können, sind dem Pflegepersonal vorbehalten, das direkten Hautkontakt mit Personen hat, die eventuell mit Corona oder einer anderen ansteckenden Krankheit infiziert sind. Im Bereich der Pflege von Personen mit ansteckenden Krankheiten ist das Tragen von Handschuhen - die dann natürlich nach jeder Arbeit mit einem Patienten gewechselt werden müssen - ebenso unabdingbar wie das regelmäßige Waschen der Hände. In allen anderen Fällen wird das Tragen von Einweghandschuhen nicht empfohlen.