LUXEMBURG
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Über 220 Luxemburger Pfadfinder beim „World Scout Jamboree“ in West-Virginia

Nicht weniger als 228 Luxemburger Pfadfinder bestiegen am 20. Juli die Busse, um sich auf den Weg zu einem unvergesslichen Abenteuer zu begeben. Von München und Frankfurt aus ging es mit dem Flugzeug nach Charlotte (North Carolina) in die USA. Dort wurden die Jugendlichen vom Organisator des 24. Welt-Scout-Jamboree empfangen und zur „Summit Bechtel Reserve“ gefahren. Zehn tolle Tage in einer prachtvollen Landschaft haben sie vor sich. Dieses einmalige Erlebnis werden sie bis zum 2. August gemeinsam mit 45.000 Pfadfindern aus 164 Ländern der ganzen Welt erleben.

Gut organisiert

Die 228 Luxemburger wurden in fünf „Units“ mit je 36 Jugendlichen unter 18 Jahren und vier Leitern aufgeteilt. Dazu kommen noch 20 IST („International Service Team“), das heißt, junge Erwachsene, die sich an der Durchführung des Jamborees beteiligen, indem sie überall verstreut über das riesige Lager hinweg helfen, so etwa im „Medical Center“ und bei den verschiedenen Aktivitäten. Schlussendlich kommen noch acht Mitglieder des Hauptteams dazu („Contingent Management Team“), die sich um die generelle Organisation, die Verwaltung, den Transport und noch vieles mehr kümmern. Geleitet wird das ganze Kontingent von den erfahrenen Chefs Pit Demuth (LGS) und Guy Schubert (FNEL), die diese gemischte Truppe aus beiden Verbänden im Namen des Gesamtverbandes „SIL - Scouting in Luxembourg“ über den großen Teich führen.

Die „Summit Bechtel Reserve“ liegt nahe der Stadt Beckley im amerikanischen Bundesstaat West Virginia, ungefähr 50 Meilen von der Hauptstadt Charleston entfernt, in der bereits vor dem Jamboree zwei Leader-Meetings stattfanden, an denen die Luxemburger Leiter teilgenommen hatten.

Ehemalige Militär-Basis als Lager

Der riesige, mehrere Quadratkilometer große Lagerplatz war früher einmal eine Militär-Basis der amerikanischen Armee und wurde vor einigen Jahren von Sponsoren und Gönnern aufgekauft und dem amerikanischen Pfadfinderverband BSA („Boy-Scouts of Amerika“) geschenkt, der auf dem ganzen Areal sechs verschiedene Groß-Campingplätze einrichtete und dort seit Jahren Pfadfindergruppen aus aller Welt empfängt. Die Natur rund um das Areal ist fantastisch. Abgesehen davon, dass es dort alle möglichen einheimische Tierarten wie Truthähne und Rehe gibt, leben auch Schwarzbären in dieser Gegend. Essensreste dürfen deshalb nicht in den Zelten gelassen werden.

Die fünf Luxemburger „Units“ mit den Jugendlichen sind in den Unterlagern mit den tollen Namen „Agra Fort“, „Blenheim Palace“, „Canadian Rockies“ und „Fort Jesus“ untergebracht. Jedes Unterlager hat ein eigenes Logo, ein eigenes „Headquarter“, ein eigenes „Medical Center“ und natürlich Sanitäranlagen und sogar Einkaufszentren, in welchen die Pfadfinder Lebensmittel mit einem Punktesystem einkaufen und somit Mahlzeiten ihrer Wahl zubereiten können. Im Unterlager E mit dem Namen „Ephesus“ gibt es für die jungen Erwachsenen und die CMT-Mitglieder sogar ein eigenes Café, das „Chat ’n Chew“, in dem kleine Gerichte und Getränke verkauft werden, wobei zu bemerken ist, dass es keine alkoholischen Getränke gibt, eine Regel die für die ganzen Tage überall auf dem Jamboree gilt.

Für 165 Scouts geht’s noch weiter

Am 2. August endet dieses einzigartige Abenteuer, und am gleichen Tag fliegen 63 der 228 Luxemburger über Frankfurt nach Hause zurück, während die übrigen 165 Teilnehmer in drei angemieteten Bussen vom „Summit Bechtel Reserve“ nach Richmond im Staat Virginia reisen, wo sie das „Virginia State Museum“ besichtigen werden, um dann nach Washington weiterzureisen. Außer eines gut gefüllten touristischen Programms in der amerikanischen Hauptstadt, in der die Gruppe drei Nächte bleibt, werden die Luxemburger von Botschafterin Sylvie Lucas und ihrem Staff empfangen, ehe es dann weiter zum „Big Apple“ via Zwischenstopp in Philadelphia geht.

Ein anderes Highlight dieser Weiterreise wird dann der Besuch der berühmtesten Stadt der Welt sein, eine Metropole die nie schläft und in welcher die Teilnehmer auch wiederum drei Nächte bleiben werden, um alles zu besuchen, was in Europa bekannt ist. Am 9. August ist dann endgültig Schluss, und es geht für alle zurück nach Luxemburg.

Das 25. „World Scout Jamboree“ findet dann im Juli 2023 in Südkorea statt, und sicherlich wird Luxemburg wiederum mit einer starken Delegation teilnehmen!