LUXEMBURG
RONALD MORDICONI

Der geplante europaweite Ausbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation (5G) birgt große ökonomische und technische Risiken. Er stößt bei der Bevölkerung in einigen EU-Ländern auf erheblichen Widerstand. Demnach ist es fragwürdig, ob sich die auf rund 500 Milliarden Euro geschätzten Investitionen jemals rechnen werden. Zudem deuten eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien, unter anderem von der Internationalen Agentur für Krebsforschung, der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung oder auch der Medizinischen Universität Wien darauf hin, dass die für den Mobilfunk genutzte elektromagnetische Hochfrequenzstrahlung die menschliche Gesundheit schädigen kann, wie es Ronald Mordiconi, Präsident der „Sozialliberalen Partei Luxemburgs“ (SLPL), in einer Stellungnahme und Anfrage an das Gesundheitsministerium und Minister Etienne Schneider ausführt.

„Die Sozialliberale Partei Luxemburgs hat Bedenken gegenüber der neuen 5G-Technik, die ja auch in Luxemburg in naher Zukunft eingeführt werden wird. Als Partei weisen wir darauf hin, dass wir nicht gegen eine innovative Handykommunikation sind. Fantastische Informationen zu dieser Technik gab es bereits 2017 auf dem ‚Mobile World Congress‘ in Barcelona.
Und doch stellt sich die Frage, ob diese Technik nicht schädlich für die Gesundheit ist. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass an der A13 ein Telekom-Anbieter eine 5G-Teststrecke aufrichten will. Nach unseren Erkenntnissen stellen wir die 5G Technik infrage. Nicht zuletzt in Bezug auf das mögliche Krebsrisiko.
Dabei sind wir schockiert, dass nach Aussage des Gesundheitsministers das Gesundheitsministerium keine aktuelle Statistik hat, die unter der Bezeichnung ICD 10 Code Z58 geführt werden. Hierbei handelt es sich um die ‚Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme‘ (ICD-10), die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt wird und unter Z58 den Code für die Diagnose Elektrosensibilität ausweist. Nach Aussagen des Ministers verfüge man weder über Statistiken zu Krankenhausaufenthalte noch zu Todesfällen.
Die Sozialliberalen Luxemburg, bei denen auch eine Humanistische und fortschrittliche Politik sowie der Erhalt der Umwelt eine große Rolle spielt, sind der Meinung, dass Luxemburg viel zu wenig aktiv über die Risiken und den verantwortungsvollen Umgang mit Mobilfunknetzen aufgeklärt hat. Die Regierung, das Gesundheitsministerium, aber auch die Umwelt- und Konsumentenschutzorganisationen müssen unserer Ansicht nach eine großflächige Aufklärung über die Risiken von Mobilfunknetzen und die Möglichkeit von alternativen Technologien fördern. Die Verbraucher müssen auch von den kritischen Studienresultaten erfahren und über diese informiert werden. Die offiziellen Erklärungen und Erkenntnisse von der Regierung und dem Gesundheitsministerium wirken in ihrer verharmlosenden Art nicht gerechtfertigt und sind somit auch keine große Hilfe.“