PASCAL STEINWACHS

Demokratischer geht’s nicht: Bei der CSV geht es seit der Inthronisierung des Triumvirats Wolter/Spautz/Zeimet derart gerecht zu, dass jeder - ob groß, ob klein, ob dünn, ob dick - bei Parteiveranstaltungen nur noch drei Minuten Redezeit bekommt; so geschehen vorgestern beim CSV-Neujahrsempfang.

Sogar der (laut „Tageblatt“) „oft als Wadenbeißer oder als harter Hund“ bezeichnete Parteichef Wolter hat sich, zahm wie er inzwischen ist, an das selbst verordnete Zeitlimit gehalten, ebenso wie seine beiden Ebenfallsredner Spautz (der davor warnte, sich jetzt auszuruhen) und Juncker (der ausgeruht genug ist, um weiterzumachen). Noch kürzer war da nur noch Generalsekretär Laurent Zeimet, denn der sagte überhaupt nichts. Nach nicht einmal einem Jahr auf diesem Hochwichtigposten genießt Zeimet (laut seinem Facebook-Profil zu 50% Tintin, 25% Winnetou, 25% Robin Hood und 0% Rassist) nämlich immer noch Welpenschutz. Öffentlich parlieren darf der Neugeneral erst auf dem Parteikongress vom 9. März, denn dann soll das nun schon zehn Jahre alte christsoziale Grundsatzprogramm an die Wahlen von 2014 angepasst werden.

Hoffentlich gilt auch dort das Dreiminutenlimit...