Burg- und Schlossanlagen mit Leben zu füllen ist eines der Anliegen zahlreicher Gemeinden und kultureller Vereinigungen. Vor ein paar Jahren machten sich auch die Gemeindeväter aus Useldingen so ihre Gedanken, wie sie die Burg im Zentrum der Ortschaft noch intensiver für Veranstaltungen nutzen könnten, um somit den Standort und die Ortschaft besser zu vermarkten.
Das Brainstorming auf Gemeindeebene war produktiv, das Ergebnis waren zwei verschiedene Veranstaltungen: Ein „Son et Lumière“-Spektakel sowie ein Rock- und Blues- Open-Air-Festival. Die Veranstaltungen gehen abwechselnd im Zwei-Jahres-Takt über die Bühne, jeweils vor dem Feiertag des 15. August.
Down-Under-Blues
2012 traten vor der historischen Kulisse zwei Bands auf; damals konnte das Line-Up immerhin zwischen 600 bis 700 Zuhörer nach Useldingen locken. Für die kommende Auflage am 14. August gehen die Veranstalter von einer ähnlichen Zuschauerzahl aus, allerdings sei man nicht vor Wetterkapriolen gefeit, heißt es in Useldingen.
Dass die Wahl auf die Genres Blues und den Rock fiel, sei reine Geschmackssache der Organisatoren gewesen, erklärt Tom Lehnert Koordinator des Events, der auch an der Auswahl der Künstler beteiligt war. Den Abend eröffnet einer der Pioniere der luxemburgischen Musikszene: Robert „Gollo“ Steffen. Die Wahl fiel auf den langjährigen Musiker, Autoren und Verleger, da man in Useldingen seinen luxemburgischen Liedtexten zugetan ist. Als Publikumsmagnet wurde Bandleader und Filmkomponist Daniel Balthasar verpflichtet, der für seinen Filmmusikbeitrag zu „Heemwéi“ für den Lëtzebuerger Filmpräis nominiert war und zurzeit an der Fertigstellung neuer Titel arbeitet. Als Überraschung im Ei präsentiert die Gemeinde Useldingen den Australier Pugsley Buzzard, den Tom Lehnert nach Useldingen lotsen konnte. Der australische Bandleader tourt - von einem kleinen Abstecher in die Vereinigten Staaten abgesehen - seit Mai ununterbrochen durch Europa. In Useldingen wird er das Abschlusskonzert seiner Europatournee geben. Bluesmusiker Buzzard, ein Vertreter des New Orleans-Stils, hatte Tom Lehnert im Jahre 2009 kennen gelernt, beide haben auch gemeinsam Musik gemacht.



