PASCAL STEINWACHS

Mitten im Fastnachtsloch - innenpolitisch herrscht momentan total tote Hose, da das politische (wie auch das weniger politische) Luxemburg quasi in seiner nahezu’hen Gesamtheit zum Ski- oder Was-auch-immer-Urlaub ausgeschwirrt ist - wusste die Erzbistumszeitung gestern zum Auffüllen ihrer Seiten mit einem Interview (zwar nicht ganz so exklusiv wie das Dings mit Prinz Louis, aber immerhin) mit Scorpions-Gitarrist Matthias Jabs aufzuwarten, in dem dieser verrät, „nicht immer einfach zum Fenster rausschauen“ zu wollen, stattdessen aber gerne die Bibel (deshalb wahrscheinlich das „Wort“-Interview) zu lesen. So sei die Bibel „ein Buch mit großer Wichtigkeit und mit dem tiefsten Hintergrund“, was seinem „Lebensziel“ entspreche: „Ich bin ein ehrlicher Mensch, werde nie etwas klauen und bin in der Position, die ich mir genau vorgestellt habe“.

Was Rock’n’Roll ist, weiß Jabs aber natürlich auch: „Diese Musik ist zu laut und stört Frauen beim Bügeln“. Nicht ganz so rock’n’rollig ist dann auch das, was den Gitarrenmenschen außerhalb der Scorpions so beschäftigt. Er verbringe viel Zeit mit seinen Freunden und seiner Familie, „und ich kümmere mich um meinen 94-jährigen Vater“. Rock’n’Roll ist auch nicht mehr das, was er einmal war...