LUXEMBURG
CATHERINE NOYER

Sankt Valentin wird als das Fest der Verliebten gefeiert - natürlich nicht ohne Geschenke für sie und ihn

Am 14. Februar ist es wieder so weit: Love is in the air. Schon Wochen zuvor wird mit Herzen, Rosen, Parfüms, Pralinen und anderen liebesverdächtigen Dingen für den großen Tag geworben. Jetzt gilt es seiner oder seinem Liebsten eine besondere Freude zu machen, da der Valentinstag als das Fest der Verliebten schlechthin gilt.

Woher der Brauch kommt, ist nicht ganz geklärt. Viele führen ihn auf die Lupercalien im alten Rom zurück, zu Ehren von Faunus, dem Gott der Felder und Herden, der den Beinamen Lupercus trug. Das Fest, bei dem die Fruchtbarkeit der Tiere, der Felder und des Volkes gefeiert wurde, fand am 15. Februar statt. Papst Gelasius, ließ im Jahr 496 das heidnische Fest um den römischen Kult verbieten. Er wählte den heiligen Valentin zum Schirmherrn der Verliebten und erklärte den 14. Februar zu deren Fest.

Die Geschichte dagegen hat drei heilige Valentin aufzuweisen, wobei die Fachwelt an erster Stelle den heiligen Valentin von Rom, einen Arzt und Priester, der im dritten Jahrhundert lebte und Schutzherr der Imker und Verlobten ist, anerkennt. Er traute heimlich Paare, nachdem der römische Kaiser Claudius II. im Jahr 268 die Heirat abgeschafft hatte, weil er glaubte, die Männer seien durch die Verbundenheit zur Familie schlechte Soldaten. Valentin von Rom starb als Märtyrer und wurde später heiliggesprochen, weil er sich für die Liebe geopfert hatte.

Im Mittelalter wurde es romantischer und das besonders in England. Dort galt der Brauch, sich an diesem Tag kleine Liebesbriefe zu schreiben und zwar auf mit Herzen verzierte Karten und andere Symbole des Valentinstages. Die Karten wurden mit Spitze und Bändern dekoriert und oft sogar parfümiert. Laut Überlieferung sollen die Junggesellen an diesem Tag ihre „Valentine“ per Los aus einem Namenstopf gezogen haben, um sie zu verwöhnen.

Heute hat sich der Brauch in Großbritannien etwas gewandelt. Hier werden symbolische Herzen aus Karton gegen Blumen eingetauscht. Daher soll auch die Tradition kommen, Blumen zum Valentinstag zu verschenken.

Geschenke für Freunde

Doch nicht nur Verliebte machen sich Geschenke am 14. Februar, sondern ebenfalls Freunde, die sich mögen und das durch ein kleines Geschenk, einen Restaurantbesuch oder etwas anderem zum Ausdruck bringen.

In den USA wird der Valentinstag ohnehin immer mehr zum Fest der Freunde. Innerhalb der Familie schenken sich Kinder und Eltern Karten und Briefe, in denen sie ihre Zuneigung schriftlich dokumentieren.

Heute ist der Valentinstag in den meisten Ländern mehr denn je das Fest der Verliebten, zu dem sie sich als Liebespfand beschenken. Der Tag ist ebenfalls ein kommerzielles Event, denn nicht nur der Verkauf der roten Rosen bei den Blumenhändlern ist einer der Höhepunkte der Geschäftswelt. Das Angebot wurde über die Schokoherzen, Parfüms und Blumen hinaus auf Schmuck, Dessous und unzählige Spezialeditionen nur für diesen Tag erweitert, die mit einem Herzchen als Valentinsgeschenk angeboten werden.