LUXEMBURG
SVEN WOHL

Windturbinen töten Fledermäuse und Vögel - Wieviele ist schwer zu sagen

Die Windturbinen sollen Luxemburg helfen, immer mehr auf nachhaltige Energiequellen umzusteigen. Etwa 70 Windturbinen sind laut Umwelt- und Nachhaltigkeitsministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) im Land zu finden. Ungefährlich sind diese für Vögel nicht.

Statistiken fehlen

Seine Sorgen bezüglich des Umweltschutzes brachte der neue Nord-Abgeordnete der adr, Jeff Engelen, seiner parlamentarischen Anfrage hervor. Die Umweltministerin bestätigte, dass laut Untersuchungen, die im Ausland stattgefunden haben, etwa 30-40 Vögel und ein Dutzend Fledermäuse einer Windturbine pro Jahr zum Opfer fallen. Jedoch seien diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da Fleischfresser wie Katzen oder Füchse die Kadaver schnell vertilgen. Die Organisation „natur&ëmwelt“ hätte zudem rezent einen Kadaver eines Rotmilan bei einer Windturbine gefunden. Laut Berechnungen in Deutschland stirb pro Windturbine ein Rotmilan in zehn Jahren. Jedoch mangele es in Luxemburg noch an statistischen Erhebungen.

Auflagen zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen vorhanden

Um eine Genehmigung für Windturbinen zu erhalten, muss ein obligatorische Monitoring absolviert werden. Dieses würde genau erfassen, welche Aktivität in dem Areal seiten Vögel und Fledermäusen herrscht. Zusätzlich gibt es Auflagen, wann die Anlagen auszuschalten seien. Dies ist dann der Fall, wenn gemäht wurde, da Mäusebussarde oder eben der Rotmilan gerne auf frisch gemähten Wiesen jagen. Auch die Migrationsaktivitäten spielen eine Rolle, genau so wie eine schlechte Visibilität, etwa bei starkem Nebel. Hinzu gesellen sich noch Kompensationsmaßnahmen. Falls also beim Bau eines Windparks der Lebensraum einer Art beschnitten wird, gilt es, diesen an anderer Stelle wieder auszugleichen.