CLAUDE KARGER

Britanniens Boulevard-Blätter sind völlig von den Socken wegen dem luxemburgischen Charles, dessen Geburt ein „historic event amid pandemic“ war: „the royal baby is seen wearing white woolen dungarees, paired with a matching sweater and some beige woolen socks“, entzückte sich etwa der „Express“ über die neuerlichen „royal snaps“ des nächsten Thronfolgers. Süßer geht in der Tat nimmer. Und jeder will den Knirps haben. Laut „T“ schrob der Häuptling der Minette-Metropole gleich nach Charels Geburt, „dass Esch ungeduldig ist, den kleinen Prinzen so schnell wie möglich in der Stadt begrüßen zu können“. Tieftodtraurig war man dort, weil das fiese Virus den Besuch des erbgroßherzoglichen Paares in des Ländchens zweitgrößter Stadt am Vorabend von Nationalfeiertag vermasselt hatte. Mit Weihwasser besprenkelt wurden indes am Feiertag Vehikel in Petingen beim Drive-in-„Te Deum“. Laut „Quotidien“ war sogar ein Team der belgischen RTBF angereist, um das Spektakel zu filmen. Wenn das nicht Schule macht! Wir jedenfalls gruseln uns lieber und besuchen bald das „Zuhause für Waasserjofferen“ in Schifflingen. Wie das „Wort“ berichtet, sollen im dortigen „Marxeweiher“ „die Stimmen der Geister von verstorbenen Frauen“ zu hören sein, die dorthin auf der Suche nach Erlösung gekommen waren. Wir spazieren mal lauschen.