LUXEMBURG
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Das erbgroßherzogliche Paar erwartet ein Baby für Mai

Am Freitagmorgen hatten die jahrelangen Spekulationen endlich ein Ende. Der großherzogliche Hof verkündete die freudige Nachricht: Erbgroßherzog Guillaume (38) und Erbgroßherzogin Stéphanie (35) erwarten ihr erstes Kind- im Mai soll es soweit sein. Das sorgt natürlich nicht nur bei den werdenden Eltern für große Freude. Die Familien beider Eheleute sind von der Nachricht verzückt und teilen dies auch voller Begeisterung auf den sozialen Netzwerken mit. „Gabriel and Noah are super excited to welcome in May their new Cousin“, teilt zum Beispiel Tessy Antony von Nassau mit ihren fast 16.000 Followern auf Intagram.

Feierliche Verkündung

Nicht nur Tessy Antony von Nassau verbreitet die Neuigkeiten des Tages im Netz. Auch Premierminister Xavier Bettel freut sich auf Twitter über seine durchaus ehrenwerte und schöne Aufgabe. Er durfte gleich gestern Morgen den
Mitgliedern der Abgeordnetenkammer die Nachricht überbringen. „Als Staatsminister hat ech haut d’Aufgab an d’Freed der Chamber matzedeelen datt den Ierwgroussherzog an d’Ierwgroussherzogin hiert éischt Kand fir de Mee nächst Joer erwaarden. Mir félicitéieren a freeën eis mat hinnen“, tweetet er.

Schon seit ihrem Ehegelöbnis im Jahr 2012 brodelte die Gerüchteküche im Bezug auf erbgroßherzoglichen Nachwuchs - Jahre danach nun also die Gewissheit.

Nach ihrer Verlobung im April 2012, gaben sich Erbgroßherzog Guillaume und Stéphanie de Lannoy am 19. und am 20. Oktober das zivile und kirchliche Ja-Wort. Nachdem das Paar im Jahr 2018 nach London zog, um sich ihren jeweiligen Studien zu widmen, kehrten sie in diesem Jahr - selbstverständlich mit ihren Diplomen im Gepäck - wieder zurück nach Luxemburg und bezogen die Räumlichkeiten des Schloss Fischbach, das wohl demnächst mit Kindersicherungen ausgestattet werden muss. Hier verbrachte auch schon Erbgroßherzog Guillaume seine Kindheit.

Ob es sich beim royalen Nachwuchs um einen Prinzen oder eine Prinzessin handelt, ist zurzeit noch nicht bekannt. Fest steht auf jeden Fall, dass der Nachwuchs, nach seinem Vater, der nächste in der Thronfolge sein wird.

Modernisiertes Gesetz

Laut altem Erbrecht, würde die obere Aussage nicht zwingend zutreffen - durften Frauen doch nur die Thronfolge antreten falls es keinen direkten männlichen Nachfolger gab.

2011 trat allerdings ein Gesetz in Kraft, das es sowohl männlichen als auch weiblichen Nachfolgern erlaubt, den Thron zu besteigen. Somit steht das noch ungeborene fünfte Enkelkind von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa also auf dem zweiten Platz in der Thronfolge.