Der Islamische Staat, die Ukraine: Frische Krisenherde und terroristische Organisationen lassen alte Krisenkamellen wie der seit Jahrzehnten anhaltende Konflikt in Nahost vergessen. Zumindest aus dem Kollektivgedächtnis riskieren sie gelöscht zu werden. Vier Kulturinstitutionen - die Escher Kulturfabrik, das CarréRotondes aus Hollerich, das Kapuzinertheater und die Cinémathèque - haben gemeinsam mit dem „Comité pour une Paix Juste au Proche-Orient“ (CPJPO) ein Programm zusammengestellt, das sich ab dem 14. März mit dem Nahostkonflikt und seinen Protagonisten auseinander setzt.
Neues Publikum
Jeder der einzelnen Partner würde eh in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen zum Thema anbieten, es sei nur logisch, dass man sich für ein gemeinsames Projekt zusammentun würde, hieß es gestern bei der Vorstellung des Projektes. CarréRotondes-Direktor Robert Garcia wünscht sich mit dieser Veranstaltungsreihe ein neues Publikum für die Thematik zu interessieren. Sei dies nicht der Fall, müsse man das Konzept überarbeiten, unterstrich Garcia. Eine Begegnung zwischen Mitarbeitern des CPJPO und einem ehemaligen israelischen Soldaten stand am Ursprung der Veranstaltungsreihe. Besagter Israeli beteiligt sich am Ausstellungsprojekt „Breaking the silence“, das ab dem 22. April in Néimënster zu sehen sein wird. Die Veranstaltungen sollen das Ihrige dazu beitragen, den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis wieder ins Gedächtnis zu rufen, lautet der Tenor der fünf Partner. Man werfe einen künstlerisch-kritischen Blick auf die Situation im Nahen Osten, erklärte Michel Legrand des CPJPO und betont, dass für dieses Gemeinschaftsprojekt die einzelnen Häuser an seine Vereinigung angetreten seien und das CPJPO nicht selbst habe Partner suchen müssen.


