LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Die „Wort“-Politredaktion war ob der Ergebnisse der rezentesten Politmonitor-Umfrage derart entzückt, dass sie die Übung  bereits „Paulette-Monitor“ taufte. Die  Krisenmanagerin, die das „T“ schon mal „Paulette nationale“ nannte, hat das Peloton der Sympathie-/Kompetenzbolzen in der Tat derart von hinten aufgerollt, dass sie nicht nur die erste Frau an der Spitze der Umfrage ist, sondern sogar den „ungekrönten König der Umfragen“, Chefdiplomat Jean Asselborn überholt hat. „Nun ist er sein Abonnement auf Platz eins los“, freut sich schon diebisch der „Wort“-Politchef. Der müsste allerdings wissen, dass der „Jang nationale“ ein echter harter Hund ist und im Regierungspeloton nun zweifelsohne mehrere Gänge hochschalten wird, „gelldu, mäi Jong. Merde alors!“ Mächtig strampeln müssen um die Beliebtheitsrampe wieder hochzukommen wird indes die CSV, deren historisch schlechtes Sonntagsfragen-Ergebnis einem „Land“-Kolumnisten ins Auge sprang. Vielleicht, so der Autor, hätten sich die Befragten ausgemalt, „wie die CSV in der Seuche regiert hätte“. Ein Premier Juncker hätte sich „in seinem Griesgram verbarrikadiert“ und niemand Entscheidungen getroffen... Uff. „Das christlich-soziale Jahrhundert dauerte vom 6. November 1915 bis zum 20. Oktober 2013“, schlussfolgert der Autor, „die Umfrage von TNS-Ilres zeigt, wie die Wähler es ohne Wehmut im Rückspiegel verschwinden sehen“...