LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

School-Leaks-Affäre: Gemüter haben sich beruhigt - Neue Orientierungsprozedur in Ausarbeitung

Pünktlich zu Ostern scheinen sich die Gemüter in der unseligen School-Leaks-Affäre wieder beruhigt zu haben, wie gestern nach einer Sitzung der parlamentarischen Bildungskommission zu erfahren war, in die Bildungsminister Claude Meisch (DP) auf Antrag der „déi Lénk“ eingeladen war.

CSV „keine Komplizin“

Die Gespräche zu den geleakten Leistungstests für den Übergang von der Grund- in die Sekundarschule fanden zwar „à huis clos“, also hinter verschlossenen Türen statt, da zurzeit ein Disziplinarverfahren gegen zwei Lehrerinnen aus dem Echternacher Lyzeum läuft, aber wie es nach der Sitzung vonseiten der CSV-Abgeordneten Martine Hansen hieß, die einige Tage zuvor noch zusammen mit ihrem Fraktionskollegen Félix Eischen eine öffentliche Entschuldigung vom Minister gefordert hatte, weil sie sonst juristische Schritte gegen selbigen einleiten würde, soll Meisch inzwischen eingesehen haben, dass die CSV in der School-Leaks-Affäre „keine Komplizin“ gewesen sei und den Leak nicht inszeniert habe. Auch sollen sich alle Seiten einig sein, dass man die Prozedur überdenken müsse.

Dann haben sich die Abgeordneten gestern aber auch noch über die Prozedur der Orientierungstests an den Grundschulen unterhalten. Wie Claude Meisch diesbezüglich unterstrich, sollen diese Tests zwar nach den Osterferien neu geschrieben werden, seien aber nur ein Bestandteil der ganzen Orientierungsprozedur, bei der auch andere Komponenten wie die Resultate der letzten zwei Jahre und die Einschätzung der Lehrer zählen sollen.

Der Minister kündigte dann auch an, noch vor den Sommerferien einen Vorschlag unterbreiten zu wollen, wie die Orientierungsprozedur in Zukunft aussehen könnte. Versprochen wurde schließlich auch noch eine Verbesserung der Kommunikation, so dass einem friedlichen Osterfest nichts mehr im Wege steht...