LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Berufliche Wiedereingliederung: 4.498 Menschen erhielten im Juni eine Lohnausgleichsentschädigung

Im Monat Juni erhielten 4.497 Menschen in der beruflichen Wiedereingliederung eine Ausgleichsentschädigung von der Arbeitsagentur ADEM. Im Durchschnitt des Jahres 2018 belief sich diese Ausgleichszahlung im Falle einer externen Wiedereingliederung auf rund 1.714 Euro brutto und auf 1.756 Euro brutto bei internen Wiedereingliederungen. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Piraten-Abgeordneten Sven Clement hervor. Der Piraten-Abgeordnete stellte Anfang Juni einige Fragen zum „reclassement professionnel“. Wenn Arbeitnehmer aufgrund einer Erkrankung, Verletzung oder gesundheitlichen Problemen ihre bisherige Arbeit nicht mehr ausüben können, kann eine berufliche Wiedereingliederung vorgenommen werden, entweder innerhalb des gleichen Unternehmens auf einem anderen Posten oder, wenn dies nicht möglich ist, indem er das Unternehmen wechselt. Der Deputierte weist in seiner Frage darauf hin, dass diese Menschen, „weil sie in ihren neuen Berufen nicht mehr so lange und schwer arbeiten können (…), ist es für sie oft schwierig, eine Stelle zu finden, mit der sie ein ähnliches Gehalt erhalten wie zuvor“.

Anspruch auf die Ausgleichsentschädigung hat, wer nach einer inner- oder außenbetrieblichen Wiedereingliederung weniger Gehalt bekommt. „Dabei wird die alte Vergütung bis zu einem maximalen Betrag in Höhe des 5-fachen sozialen Mindestlohns berücksichtigt“, schreibt die ADEM.

Bis zu drei Monate kann es dauern - wenn das Dossier vollständig ist

Allerdings kann es durch die im neuen „Reclassements“-Gesetz festgelegte Prozedur zwei bis drei Monate dauern, bis diese Ausgleichsentschädigung regulär ausbezahlt wird, wie Arbeits- und Beschäftigungsminister Dan Kersch (LSAP) in seiner Antwort ausführt. Aus diesem Grund hat die ADEM seit März 2017 ein System von Vorauszahlungen eingeführt mit bis zu 1.000 Euro monatlich. Damit soll der „Impakt“ der Verzögerungen bei der Auszahlung der Ausgleichsentschädigung „abgefedert“ werden.

Von den 2.415 Dossiers im Monat Juni, die unter die neue Gesetzgebung fallen, erhielten 118 Personen Zahlungen im Voraus. 33 Betroffene erhielten hingegen aus unterschiedlichen Gründen keine „Avance“, sei dies, weil ihr Dossier erst Ende Juni eingegangen ist, die Betroffenen keine „Avance“ wollen, aufgrund von „Anomalien“ im Dossier oder aus anderen Gründen.