LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Saxofonistin Nicole Johänntgen kehrt nach Luxemburg zurück

Im Januar 2013 trat die gebürtige Saarländerin Nicole Johänntgen zum letzten Mal im Nachbarland Luxemburg auf; morgen kehrt sie zurück, um mit ihrer Band NicoleJo das aktuelle Album „Colours“ auf der Blues ’n’Jazz-Rallye dem luxemburgischen Publikum vorzustellen. „Colours“ ist das erste von zwei Alben, das die Saxofonistin binnen kurzer Zeit veröffentlicht hat.

Mit Musikern aus ihrer Schweizer Wahlheimat hat die Deutsche das Album „Moncaup“ eingespielt, auf der akustische Instrumente dominieren. Sie habe einfach gerne ein Album mit akustischen Instrumenten aufgenommen, erzählt sie im Gespräch mit dem „Journal“.

Die Zusammenarbeit mit den Schweizer Kollegen ist eine Möglichkeit, ihre Interessen weiterzubilden. Sie sei umtriebig und nehme sich Zeit, andere Sachen auszuprobieren.

Die Kompositionen auf „Moncaup“ bezeichnet die Musikerin und Komponistin nicht unbedingt als akademischer und vielschichtiger als ihre Titel, die mit ihrer Band NicoleJo entstehen, die „Moncaup“- Stücke würden aber tiefer in den Jazz hineingehen, erklärt Johänntgen nach einer kurzen Überlegung.

Seit einem Jahrzehnt lebt sie bei den Eidgenossen, bei einem großen Radiosender hat sich die Saarländerin spontan gemeldet und nachgefragt, ob er sie nicht bei der Produktion einer Platte mit Musikern aus dem Kantonland unterstützen würde.

Morgen Abend gastiert sie mit NicoleJo, der auch ihr Bruder Stefan angehört in Luxemburg; auf der Setlist stehen demnach nur Kompositionen von Platten, die Johänntgen mit der saarländischen Band aufgenommen hat. Platten, auf denen neben dem Saxofon, dem Schlagzeug und dem Bass auch elektronische Sounds eine Rolle spielen.

Die Band arbeite gerne mit Klängen, die sphärisch klingen, unterstreicht Johänntgen.

Vor Aufnahmebeginn

Achtzig Prozent der Titel haben die vier Mitglieder niedergeschrieben, bevor sie ins Studio gegangen sind; die eine oder andere Komposition brachte die Band erst kurz vor Aufnahmebeginn zu Papier „Für ‚Overnight‘ benötigten wir nur 20 Minuten; mein Bruder hat mich abends angerufen, und gemeint, wir bräuchten noch einen weiteren Song für die Platte. Der ganze Titel steht praktisch auf einem einzigen Groove-Element“, betont die Musikerin. Die vier Musiker improvisieren morgen Abend, „die Titel werden aufgebrochen“, erklärt die Saxofonistin.

Die Band entfernt sich aber nicht zu 100 Prozent von der Studiofassung.


www.nicolejohaenntgen.com; www.nicolejo.de