LUXEMBURGCHRISTIAN SPIELMANN

„Une histoire d’amour“ ist der erste Spielfilm von Schauspielerin Hélène Fillières

Hélène Fillières dürfte als Schauspielerin durch die Filme „Lady Chatterley“, „Vénus beauté (institut)“ oder „Reines d’un Jour“ bekannt sein. Nun hat sie ihren ersten Spielfilm als Regisseurin realisiert: „Une histoire d’amour“ nach dem Roman „Sévère“ von Régis Jauffret.

Der Streifen ist eine französisch-belgisch-luxemburgische Ko-Produktion, bei der Samsa Film und Produzent Jani Thiltges ihren finanziellen und logistischen Beitrag beisteuerten.

Sex-Spielchen

Namenlose Figuren

Namen haben die Figuren keine, auch wenn die Luxemburgerin Vicky Krieps im Abspann als „un ange“ kreditiert wird, für einen gerade mal zehn Sekunden dauernden Auftritt. So richtig kann man aber nicht nachvollziehen, warum Vicky Krieps hier ein Engel sein sollte!

Wenn man nun nach den Ursachen dieser SM-Spiele fragt, so gibt der Film keine Antwort, denn dieser ist „eine Art Märchen“, wie die Regisseurin im Vorfeld des Filmstarts erklärte, „wo nichts kritisiert wird und wo jeder seine Antworten geben kann.“ Welche Antworten, wenn man keine Anhaltspunkte hat?

Voyeuristisch ist der Film jedenfalls nicht. Alle Spielereien sind angedeutet, das einzige nackte Element, das man im Film sieht, ist Benoît vor einem Spiegel! Der Film wurde ordentlich-sauber von Christophe Beaucarne gefilmt und mit einer den Situationen angepassten Musik von Etienne Daho untermalt.

Doch schöne Bilder und eine überzeugende Interpretation von „enfant terrible“ Benoît Poelvoorde genügen keineswegs: Der Zuschauer wird neugierig gemacht, bekommt aber keine Antworten. Somit geht das Interesse sehr schnell verloren; trotz der kurzen Laufzeit schleichen sich Längen ein. Der Film läuft in mehreren luxemburgischen Kinos