CLAUDE KARGER

Da schwappte uns doch gestern eine wahre grüne Welle aus dem hiesigen Blätterwald entgegen.

Im „Wort“ plaudert der eher pessimistisch veranlagte „déi gréng“-Ko-Boss über Gott und die Welt, links und rechts, mit oder ohne und über „Politiker im Frischetest“. Wobei Bettel frischer als Wiseler und Wiseler frischer als Reding ist.

Auf die Frage „Nagel oder Hansen?“ schauspielert der Action-Mensch, der eine einsame Insel am Ende dann doch nicht mit der CSV teilen möchte, geheimnisvoll: „Ich glaube, diese Frage haben wir in Wirklichkeit schon beantwortet, oder?“ Tatsächlich?

Da weiß das grüne „enfant terrible“ in der Regierung sicherlich mehr. Wird er am Ende Wohnungsbauchef?

Bauen kann er jedenfalls. Im „Quotidien“ ist zu erfahren: „François Bausch a construit beaucoup de châteaux“.

Nicht auszuschließen, dass da eine Reihe Luftschlösser dabei waren.

Aber die Rede geht hier vielmehr von den Burgen, die der Go-Kart rasende Stahlarbeitersohn in seiner Jugend auf diversen Stränden in den Sand setzte.

Unter anderem in den 1970ern an der dalmatischen Küste, wo er mit 13 die erste große Liebe fand. „Il se souvient qu’elle était française et l’idylle a duré le temps d’un été avant d’être rangée dans la boîte de souvenirs“. Süß.

Die Liebe zur Ökologie wurde unserer Umweltministerin - übrigens „une ministre à part entière, pas du tout une sous-ministre“, wie sie dem „Jeudi“ erklärte - indes quasi in die Wiege gelegt, wurde sie doch „dans un „penser autrement““ erzogen.

Was ihr manchmal Vorwürfe konservativer Politiker einbrockte, sie sei zu idealistisch und habe Visionen.

Carole muss einst traumhafte Sandburgen gebaut haben, nicht wahr?