LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Zum 48. Wettbewerb „Jonk Fuerscher“ kamen Teilnehmer aus aller Welt

Lina Meknassi hat eines der großen Probleme von Astronauten erkannt: Sauerstoff fehlt. Also hat die junge Marokkanerin aus Fez kurzerhand ein Treibhaus für den Planeten Mars entworfen.

Jim Welter und Noah Edert vom Lycée Redingen haben sich mit prähistorischer Pharmazie beschäftigt, während Avanti Sharma, Ieva Stalauskaite und Madera Thein eine Bademütze entworfen haben, die vibriert, wenn sich der Kopf beim Rückenschwimmen zu sehr dem Beckenrand nähert und ein Stoß droht. Einen ganz anderen Einfall hatten Jugendliche vom „Lycée Michel Lucius“, die heimische Honigsorten auf Glyphosat-Rückstände untersuchten. Und Mikhailov Evgeny aus Russland will mit dem „Sober Driver“ Trunkenbolde am Autofahren hindern. An Ideen mangelte es also nicht beim 48. Wettbewerb „Jonk Fuerscher“ und der damit verbundenen Ausstellung „Expo-Sciences Luxembourg“ im „Forum Geesseknäppchen“.

Während der Wettbewerb für Jugendliche zwischen elf und 21 Jahren seit 1971 stattfindet, gab es die Expo-Science in diesem Jahr in der zehnten Auflage. Die Jugendlichen können allein oder in Gruppen von bis zu drei Teilnehmern ein Projekt einreichen, über das eine unabhängige Jury entscheidet. Gewonnen haben die Teilnehmer auf jeden Fall: Die ausrichtende „Fondation Jonk Fuerscher“ engagiert sich unter ihrem Präsident Carlo Hansen, sie auch weiter zu fördern. Mittlerweile ist die Veranstaltung so populär, dass es sich sogar Premier Xavier Bettel nicht nehmen ließ, am Sonntag zu kommen. In einem vollen Saal mit rund 200 Teilnehmern warteten alle gespannt auf die Bekanntgabe der Sieger.

Teilgenommen hatten in diesem Jahr neben zahlreichen Eingeschriebenen aus Luxemburg auch junge Menschen aus 14 Ländern; Russland, Belgien, Spanien, Marokko, Indien, der Slowakei, Frankreich, Österreich, Bulgarien, Kirgistan, den Niederlanden, Südafrika, der Türkei und den USA. 35 ihrer Ideen wurden auf der Expo-Sciences vorgestellt. Gleichzeitig eröffnete sich die Möglichkeit, an anderen internationalen Wettbewerben teilzunehmen.

Die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr lag mit 62 höher als 2018, als 55 am Wettbewerb teilgenommen hatten. Auch die Zahl der Projekte lag mit 34 gegenüber 31 höher als im Vorjahr. Die Anzahl der teilnehmenden Mädchen war mit 30 fast genau so hoch wie die der Jungen, von denen 32 mitgemacht hatten.

Darüber zeigte sich Marc Schiltz, Generalsekretär des nationalen Forschungsfonds FNR, in seiner Ansprache sehr erfreut. Die Projekte behandelten Themen aus den Bereichen Chemie, Biologie, Sozialwissenschaften, Technologie, Ingenieurswissenschaften, Physik und Mathematik.