LUXEMBURG
INGO ZWANK

Auch Zombies müssen sich zivilisiert verhalten

Man sollte sich also nicht wundern, wenn man beispielsweise vermehrt auf eine ganze Zombie-Horde trifft. Doch diese Zombies sollten sich nicht wie entsprechende Gegenstücke wie im Film benehmen, denn für die Bürger ist es nicht erfreulich, wenn Spukgestalten durch die Gegend ziehen und ihr Unwesen treiben. Dieses geschieht auch nicht immer lautlos. So werden gerne Hausfassaden mit Eiern, Kürbissen und anderem beworfen, Pflanzen aus den Gärten gerissen und Autos beschmiert respektive beschädigt. Auch schrecken die Spukgestalten nicht davor zurück, sich auf Friedhöfen niederzulassen, um dort Grabstätten zu beschmieren oder sogar zu beschädigen.

Geldstrafen bis zu 5.000 Euro

Die Polizei weist aber darauf hin, dass es sich hierbei nicht nur um üble Streiche, sondern auch um Straftaten handelt und dass jede festgestellte Zuwiderhandlung strafrechtlich verfolgt wird. Hier ein Auszug aus dem Strafgesetzgebung: „Wer Steine oder andere harte Körper oder sonstige Gegenstände, welche beschmutzen oder beschädigen können, gegen fremde Wagen, Häuser, Gebäude oder in Gärten und Umschließungen wirft, wird mit einer Geldstrafe von 25 bis 250 Euro bestraft.“ Doch das Gesetz geht noch weiter: „Mit Gefängnis von acht Tagen bis zu einem Jahr und mit einer Geldstrafe von 251 bis 5.000 Euro wird bestraft, wer folgende Gegenstände zerstört, umstürzt, verstümmelt oder beschädigt: Grabstätten, Gedächtnismäler oder Grabsteine; Denkmäler, Standbilder oder andere Gegenstände, welche zum öffentlichen Nutzen oder zur öffentlichen Zierde bestimmt und durch die zuständige Behörde oder mit ihrer Genehmigung errichtet wurden; Denkmäler, Standbilder, Gemälde oder irgend sonstige Kunstwerke, welche in Kirchen, Kultstätten oder anderen öffentlichen Gebäuden aufgestellt sind.“ Jede Sachbeschädigung oder Beschädigung von fremdem, beweglichen Eigentum, wird mit Gefängnis von einem Monat bis zu drei Jahren und/oder Geldstrafe bestraft, wie auch der Internetseite der Polizei zu entnehmen ist.

Man soll seinen Spaß haben, aber im Rahmen

Jugendliche machen sich auch strafbar und müssen sich vor dem Jugendgericht verantworten. Natürlich muss der Täter oder die Erziehungsberechtigten für den angerichteten Sachschaden aufkommen. Jeder soll seine Freude an einem Fest haben, dieses soll aber im Rahmen des Angenehmen bleiben, sodass jeder Bürger voll auf seine Kosten kommt und jeder zufrieden nicht nur Halloween feiern kann.