PASCAL STEINWACHS

Je näher das Referendum rückt, desto schneller ist es da, und indessenfolge auch wieder vorbei. In der Hitze des Eifers kann es da natürlich schon mal vorkommen, dass übers Ziel hinaus geshootet wird, so dass das „Tageblatt“ seine Leserschaft prophylaktisch gestern lieber noch einmal aufklärte, um was es am Sonntag geht.

Und dass auch wirklich jeder versteht, was Sache ist, wird das Ganze - sicher ist sicher - auf der „Kinderseite“ erklärt, so auch die Mandatsbegrenzungsfrage: „Das Problem bei manchen Ministern ist nämlich, dass sie nach sehr langer Zeit einfach vergessen, dass sie als Volksvertreter gewählt worden sind. Dann tun sie so, als würde ihnen der Job gehören“.

Von langen Jobinhabern wusste gestern auch die „Frankfurter Allgemeine“ zu berichten, der es nicht leicht fällt, „sich das Großherzogtum Luxemburg ohne sozialistischen Außenminister vorzustellen“. Genannt werden Jacques Poos, der gestern 80 wurde und 15 Jahre Chefdiplomat war, sowie Amtsinhaber Asselborn, der mit seinen elf Jahren allerdings noch ein richtiger Benjamin ist. Auf dem sozialen Internet zirkulieren inzwischen dann auch schon diverse „Save Jean Asselborn“-Initiativen. Wir drücken jedenfalls ganz feste die Däumchen...