LUXEMBURG
LJ

22 Tierrechts- und Umweltorganisationen fordern Abschaffung der Jagd

Die luxemburgischen Jagdgegner gingen am Samstag bereits zum vierten Mal auf die Straße, um für die sofortige Abschaffung der Jagd zu demonstrieren. Die Vertreter von 22 Tierrechts- und Umweltorganisationen zogen unter der Federführung der ALPA (Association luxembourgeoise pour la protection des animaux) erst durch die Straßen der Hauptstadt, um anschließend unter dem Motto „Schluss mam Terror am Bësch!“ auf der Place Clairefontaine eine Mahnwache zu halten.

Wie es in den verschiedenen Redebeiträgen hieß, würden Tiere und Wald ohne das Zutun des Menschen ein natürliches, sich selbst tragendes Ökosystem bilden, in dem sich die Tierbestände an das Nahrungsangebot anpassen würden.

Nur der Trophäe willen

Die heutige, mit Hochpräzisionswaffen ausgerüstete Jagd würde indes das normale soziale Zusammenleben der Wildtiere zerstören und aus diesen scheue, nachtaktive Kreaturen machen, die in nicht bejagte Siedlungsgebiete abwandern würden, so wie dies schon in Städten wie London oder Berlin geschehen sei. Die Tatsache, dass nur eine absolute Minorität sich das fragwürdige Recht erkaufen würde, wehrlose Tiere allein „um der Trophäe, des Spaßes und des Adrenalinkicks“ willen zu schießen, sei jedenfalls keine nachhaltige Betätigung, sondern eine „schändliche Unsittlichkeit“, die von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werde. Die Reaktion der Jäger dürfte nicht auf sich warten lassen.