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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz - Halter in Urlaub

Unmögliche Zustände: Eine Anruferin meldete am Dienstagabend der Polizei, dass auf dem Grundstück eines Nachbarn ein Schaf liegen würde, das allem Anschein nach verstorben sei. Kurze Zeit später meldete sich ein zweiter Anrufer bei der Polizei, der angab, dass auf der betroffenen Wiese auch keine Nahrung vorhanden sei.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, stellten sie fest, dass weder Futter noch Wasser vorhanden waren und die Schafsherde nicht mehr wohlauf war. Des Weiteren war die Wiese vertrocknet und eines der Schafe lag nur noch zuckend am Boden.

Nur noch grüne Brühe

In einem Gefäß befand sich lediglich noch etwas grünlich verfärbtes Wasser. Es konnte durch die Beamte in Erfahrung gebracht werden, dass der Besitzer in Urlaub sei. Die Staatsanwaltschaft wurde sofort in Kenntnis gesetzt, die hieraufhin anordnete, einen Tierarzt zu verständigen und die Schafe zu beschlagnahmen.

Die Beamten begaben sich umgehend in das Gehege und versuchten noch mit Hilfe des Nachbarn, dem am Boden liegenden Schaf Wasser zu verabreichen. Das Schaf nahm jedoch keine Nahrung mehr an.

Auch der Tierarzt war der Meinung, dass sich die Schafe in einem unangemessenen Zustand befinden würden. Für eines der Schafe kam nach Polizeiangaben die Hilfe zu spät, und es musste eingeschläfert werden. Die anderen Schafe wurden in Obhut gegeben. Während den Aktion konnte der Besitzer erreicht werden. Dieser erklärte, sich in Urlaub zu befinden, den Schafen jedoch ausreichend Nahrung hinterlassen zu haben. Zudem sollte sich ein Familienmitglied um die Schafen kümmern.