CLAUDER KARGER

Zum 400. Todestag des großen Dichters William Shakespeare scheint der „Revue“-Leitartikler einige von dessen zeitlosen Klassikern durchgeschmökert zu haben, in denen sich so manches findet, was auch auf die „Viel Lärm um nichts“-Episode anwendbar wäre, die fast anderthalb Wochen lang die hiesige Politik beschäftigte.

„Bettel und sein Kabinett können sich wieder dem Regieren und Reformieren widmen. Der Premierminister dürfte aus dem „Kemmer“-musikalischen Intermezzo, das ihn in den Zustand der Befangenheit versetzt hat, seine Lehre gezogen haben“, hält der Schreiber fest, den doch noch einige Zweifel zu plagen scheinen: „War alles nur „Schall und Wahn“, um wieder Shakespeare, dieses Mal „Macbeth“ zu zitieren?“ Arg beschallt wurden diese Woche die Zuhörer der Debatten über die Lage der Nation auf Krautmarkt, wo sich besonders die CSV-Opposition wahnsinnig ins Zeug legte, um zu zeigen, was so alles faul sein soll im Staate Luxemburg, den sie jahrzehntelang mitregierte. Da werden schon mal üble Tränkchen gebraut. Erinnert uns irgendwie an Akt 4 Szene 1 aus der herrlich-düsteren Machtgier-Parabel „Macbeth“: „Doppelt plagt euch, mengt und mischt! Kessel brodelt, Feuer zischt“. Uff. Und jetzt ein Sonett zur Abkühlung.