PASCAL STEINWACHS

Gerade erst hat Prof. Dr. Gillen angekündigt, seinen Generalvikariatsposten zur Kurierung der vom Heiligen Stuhl angeprangerten Kurienkrankheiten (Exhibitionismus, Karrieremacherei, Arroganz, Geschwätzigkeit, etc.) aufzugeben, schon machen sie in der Erzbistumszeitung nur noch Halligalli, ist ein Sankt-Paulus-Oberhirte ohne Generalvikarspolster doch nur noch ein halber Chef. So hätten sich die „Wort“-Journalisten doch noch vor einigen Tagen wohl kaum getraut, eine ihrer Lokalseiten mit einem „Von Geistlichen zu Gaunern“ betitelten Artikel aufzumachen, aber so ändern sich halt die Zeiten.

Alles beim Alten geblieben ist indes bei Ex-Premierchef Juncker, der auch als Neu-Barroso immer noch mit seiner „Schlabberzunge“ (dixit „lessentiel.lu“) für Furore sorgt, und zwar dermaßen, dass inzwischen sogar ein spezieller (Tumblr-) Blog - „From Luxembourg with Love“ - ins Leben gerufen wurde, der ausschließlich Juncker‘s Knutschattacken gewidmet ist. Toll!

Endgültig den Kompass verloren haben sie derweil im „d‘Lëtzebuerger Land“, wo gestern von einem „dreibeinigen Hund“ die Sprache ging, im entsprechenden Artikel dann aber nur über das Referendum geschroben wurde. Ein klarer Fall für den Kurienarzt...