PASCAL STEINWACHS

Das „Tageblatt“ ist geschockt! Mit seinen 96,5 Prozent der Stimmen habe der neue DP-Chef Bettel doch glatt ein „sowjetisches Resultat“ bekommen, ganz so, als seien da nicht noch einige Prozentchen mehr drin gewesen. Wir hätten da eher auf 110 Prozent getippt.

Noch frecher war gestern nur das Erzbistums-„Wort“, das in der xavier‘schen Antrittsrede „neue Akzente“ vermisste. Vielmehr habe der „frisch gebackene DP-Chef jene Versatzstücke aus den Baukästen der Politikerreden“ wiederholt, die zuvor bereits der scheidende Parteipräsident und der wiedergewählte Generalsekretär in ihren Reden hätten anklingen lassen. Unverschämt!

Überhaupt scheinen sie bei der Erzbistumspresse mit dem Schlimmsten zu rechnen, macht der „Télécran“ doch diese Woche zur Abwechslung mal wieder mit Juncker auf. Titel: „Sie werden noch von mir hören“. So soll der Premierchef im Brüsseler Milieu inzwischen bereits als zukünftiger Barroso gehandelt werden. Warum? Weil er einen Spruch eines EU-Abgeordneten, doch bitte nächster Kommissionschef zu werden, „auf gewohnt scherzhafte Art kess mit Yes“ quittiert habe. Und das télécran’ische Fazit: „So kommt man in die Schlagzeilen“...