LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

„Ein Buff und ab in die Schule“, titelte die Kardinalszeitung am Samstag. Das erinnerte uns an den Absolut-garantiert-Muntermacher-Tipp, den uns einst eine Großmutter gab: Vor Examen zwei rohe Eier mit einem Schuss Cognac „exen“, das sei wie Kerosin für die Neuronen. Brrrrr. Zum Glück haben wir das nie probiert. „Schlauchtücher“ - ein anderes Wort für den „Buff“-Halswärmer - freilich schon, wir müssen die Dinger nur noch wieder finden. Vielleicht kommen bei der Suche auch noch die Accessoires zutage, die nicht fehlen durften, als wir mal die Schulbank drückten - lang, sehr lang ist‘s her -, nämlich die berühmt-berüchtigten Kapuzenmützen. Verkehrtherum übergestülpt und mit zwei Schlitzen auf Augenhöhe versehen, wären sie sicher eine tolle Barriere gegen das fiese Virus. Und würden sicher auch noch einen modischen Trend setzen... Aber die Lage ist im Grunde zu Ernst für Alte-Männer-Späße. Schüler, Lehrer und jeder, der sich im Bildungsraum bewegt, soll das in aller Sicherheit vor einer Ansteckung tun können. Und da wir hier von mindestens 150.000 Betroffenen sprechen, die nicht zuletzt viel mehr Raum benötigen, wird das ganze eine „Herkulesaufgabe“, wie Minister Claude Meisch dem „Wort“ sagte. Teamwork zählt.