Gar heftig ins Gericht ging das „Wort“ zum Samstag mit einem, den es weiland auf Händen trug: „Wo ist Juncker? Die EU erlebt ihre größte menschliche Tragödie und der Leader der Brüsseler Behörde befindet sich auf Tauchstation. Vermutlich hockt er im Berlaymont-Bunker und schämt sich. Erst den Rotstift bei der Flüchtlingshilfe ansetzen und dann mit trister Miene eine Schweigeminute für die Opfer im Mittelmeer einlegen“. Das habe was „von schlechtem Gewissen und schlechtem Geschmack“. Der offensichtlich nicht ganz toppfitte JCJ hat es derzeit wahrlich nicht leicht. Besonders die wahlkampffiebrige Brit-Presse rückt ihm arg auf die Pelle und wiederholt beständig, dass der Mann in seinem anscheinend für 310.000 Euro neu ausstaffierten Brüsseler Büro selten anzutreffen sei. Tja, so ein Kommissionsboss muss ja mal reisen und dieses moderne Internet-Dings erlaubt ja heutzutage auch ständig am Puls der Zeit zu sein, nicht wahr? Die altehrwürdige „Times“ legte am Samstag noch nach: „Jean-Claude Juncker has defended himself against accusations that he is workshy and insisted that he does not spend his days drinking“. Hm. Jedenfalls wissen wir aus eigener Erfahrung, dass man nach einer Nierenstein-Krise am besten fuderweise Wasser kippt. Vielleicht sollte JCJ bei jedem Auftritt demonstrativ mindestens eine Flasche davon schlürfen.

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