LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Wenn ein ganzer Tag nach Diabetes benannt wird, dann muss es schon schlimm sein. Bei Diabetes ist das der Fall. Folgen von Diabetes können sein: Herzschädigung, Blindheit, Nierenschäden, Nervenschäden und Amputationen.

Der 14. November ist der Weltdiabetestag. 422 Millionen Menschen sind weltweit betroffen. In Luxemburg ist jeder 20. Erwachsene Diabetiker. Aber ein Viertel weiß gar nichts von seiner Erkrankung. Am Weltdiabetestag geht es hier im Land vor allem um Aufklärung, denn viele Menschen wissen gar nicht, dass sie Diabetes haben. Dabei sind die Schäden schlimm genug, sie reichen von Blindheit bis hin zu Amputationen.

Diabetes hat vor allem mit der Ernährung zu tun, schließlich geht es um eine Stoffwechselstörung, die einen erhöhten Blutzuckerspielgel zur Folge hat. Es gibt drei verschiedene Formen von Diabetes, die an unterschiedlichen Merkmalen zu erkennen sind und auch nicht die gleichen Folgen haben.

Die schlechte Nachricht ist, dass die Zahl der Diabetiker weltweit steigt und die Krankheit nicht heilbar ist. Die gute Nachricht ist: Vorbeugung ist gar nicht so schwer. Schon eine halbe Stunde Spazierengehen oder Sport am Tag hilft. Ein angemessenes Gewicht, gesunde Ernährung und die Vermeidung von Tabak und Alkohol reduzieren das Risiko ebenfalls. Bei Unsicherheit sollte keiner zögern, sich testen zu lassen. Je früher Diabetes festgestellt wird, desto besser lebt der Patient.

Diabetes

Typ 1

Diese Form ist eine Autoimmunkrankheit, die in der Regel in der Kindheit oder Jugend auftritt und lebenslang anhält. Die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse ist gestört. Daher müssen Betroffene sich lebenslang Insulin spritzen. Die Ursache der Krankheit ist unbekannt. Zu den Symptomen, die plötzlich auftreten können, gehört:

-              starker Harndrang
-              Durst
-              ständiger Hunger
-              Gewichtsverlust
-              Müdigkeit
-              Sehschwäche
-              trockene Haut
-              schlechte Wundheilung
-              erhöhte Infektionsanfälligkeit
-              Azetongeruch im Atem
Diabetes

Typ 2

Bei dieser häufigsten Form regieren Körperzellen zunehmend unempfindlich auf Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel steigt. Zu den Risikofaktoren gehören Übergewicht, genetische Veranlagung und körperliche Passivität.

Die Symptome sind – bis auf den Azetongeruch – die gleichen wie bei Diabetes Typ 1, treten aber oft nicht so stark auf. Bislang wurde Diabetes Typ 2 vor allem bei Erwachsenen festgestellt, in jüngster Zeit jedoch auch bei Kindern.
Diabetes

Schwangerschaftsdiabetes

Wenn Schwangere einen erhöhten Blutzucker aufweisen, dessen Werte aber noch unter denen von Diabetikern liegen, spricht man von Schwangerschaftsdiabetes. Dabei kann es zu Komplikationen bei der Geburt kommen. Sowohl die Mutter als auch das Kind haben ein erhöhtes Diabetes 2-Risiko. Babys können zu viel Gewicht zunehmen, schwache Lungen, Herzfehler oder Fehlbildungen haben. Eine erfolgreiche Behandlung besteht vor allem in einer Änderung des Lebensstils. Durch die Zahl älterer und übergewichtigerer Mütter ist auch die Anzahl der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes gestiegen.