LUXEMBURG
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Behalten Sie Ihren Blutdruck im Auge um Komplikationen zu vermeiden

Es ist eine Volkskrankheit, über die zu wenig gesprochen wird: 31 Prozent der Erwachsenen in Luxemburg leiden unter zu hohem Blutdruck oder Hypertonie. Und eine von zwei Personen merkt das nicht mal.

Zum Welttag des Bluthochdrucks, der gestern begangen wurde, macht das Gesundheitsministerium auf die Problematik aufmerksam, die schwere Komplikationen hervorrufen kann.

Die kardio-vaskulären Krankheiten sind übrigens neben Krebs die häufigste Todesursache in Luxemburg. Bluthochdruck kann Herzinfarkte verursachen, Nierenversagen, Netzhautablösungen, Schlaganfälle und andere schwere Leiden. Hypertonie begünstigt auch Demenzen.

Deshalb sollte jeder seinen Blutdruck im Blick behalten. Blutdruckmesser für zuhause gibt es mittlerweile günstig im Handel. Gefährlich wird es, wenn Erwachsene über längere Zeit einen systolischen Blutdruck von mehr als 140 mmHg aufweisen und einen diastolischen Blutdruck von 90mmHg. Der erste Wert entspricht dem maximalen Druck auf den Arterien, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, der zweite dem minimalen Druck, wenn der Herzmuskel loslässt. Dieses komplexe Organ leistet enorm viel: Bei gesunden Menschen beträgt die Herzschlagfrequenz zwischen 50 und 100 Schläge pro Minute.

Ausgewogene Ernährung und Sport

Beeinflussen kann man den Blutdruck durch eine gesündere Lebensweise, bei der die Ernährung natürlich eine große Rolle spielt. So wird eine ausgewogene Ernährung empfohlen mit geringer Salz-, Zucker- und Fettzufuhr, und viel Obst und Gemüse. Auch regelmäßiger Sport – mindestens 150 Minuten die Woche – trägt zur Senkung des Bluthochdrucks bei, spielt die physische Aktivität doch bei der Gewichtsreduzierung und der Steigerung der Belastbarkeit eine wichtige Rolle. Außerdem sollte man sich regelmäßig Ruhephasen gönnen: Dauerstress lässt den Blutdruck steigen.

Das tun auch Tabakgenuss und übermäßiger Alkoholkonsum. Letzterer sollte auf ein Glas täglich bei Frauen und zwei Gläser bei Männern begrenzt werden, während mindestens an zwei Tagen die Woche auf Alkohol verzichtet werden soll.

Wenn bereits die Eltern unter Bluthochdruck litten, man zu schwer ist, zu viel Alkohol und Salz zu sich nimmt, gestresst ist, raucht und sich zu wenig bewegt, sollte man sich an seinen Arzt wenden. Das Bluthochdruckrisiko steigt auch bei Menschen über 50 und bei Frauen, die eine Anti-Babypille nehmen.

Es liegt auf der Hand: was das Problem früher erkannt ist, was später viele Probleme durch eine angemessene Behandlung und Lebenshygiene vermieden werden können.

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