LUXEMBURG
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Partypandemie: „Parc Dräi Eechelen“ bis auf Weiteres geschlossen

Jede Party hat ein Ende. Für den „Parc Dräi Eechelen“ ist der Schlusspunkt jetzt gekommen. Seit gestern Abend ist der Ort für die Öffentlichkeit geschlossen. Wann er wieder geöffnet wird, ist noch ungewiss.

Mit Müll überschwemmt

Das Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten gab die Schließung gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Als Grund wird unter anderem angegeben, dass bei den „Dräi Eechelen“ täglich bis zu 700 Kilogramm Müll gefunden und entsorgt werden mussten. Die Lokalität wurde zum perfekten Ort für Partys, wobei die sanitären Regeln laut Ministerium nicht eingehalten wurden. Dadurch wurde dies zu einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit.

Polizei musste einschreiten

Mehrmals musste die Polizei eingreifen, um alkoholisierte Personen in den Griff zu bekommen und somit Unfälle zu vermeiden, auch mit Blick auf die Befestigungsmauern. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Medienberichte dazu, dass der Ort als eine Art Hotspot für Partygänger herhält.
Erst vergangene Woche hatte die Polizei Luxemburgs einen Zeugenaufruf wegen einer Prügelei an diesem Ort gestartet. Laut Polizeibericht soll es in der Nacht vom 10. Juli auf den 11. Juli zu einer Schlägerei im städtischen Park „Dräi Eechelen“ gekommen sein. Hier haben mehrere Täter auf zwei Personen eingeschlagen, wobei ein Opfer leicht, das andere schwer verletzt wurde. Da sich zu diesem Zeitpunkt weitere Personen im Park befanden, ist davon auszugehen, dass mehrere Personen die Angriffe bezeugen können. Zeugen können sich weiterhin unter der Telefonnummer 244 40 1000 oder per Mail bei Police.LUXEMBOURG@police.etat.lu melden.

Museen bleiben weiter offen

Zusätzlich informiert das Ministerium darüber, dass die Polizei an diesem Ort regelmäßig Kontrollen durchführen wird. Das MUDAM und das Festungsmuseum seien jedoch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich.
Beim „Parc Dräi Eechelen“ handelt es sich nicht um den einzigen Partyort, der in den vergangenen Tagen in den Schlagzeilen zu finden war. Während des Lockdowns war die Polizei unter anderem am Stausee unterwegs, um die Einschränkungen durchzusetzen. Erst gestern berichteten wir an dieser Stelle über den Appell an die Verantwortung der Besucher, vor allem mit Hinblick auf Lärm, Müll und Grillen. Private Partys befinden sich aktuell im Fokus zahlreicher Diskussionen und Begrenzungen im Rahmen des Kampfes gegen die Pandemie. Sie werden mit verantwortlich gemacht für das entstehen einer zweiten Infektionswelle.