BARTRINGEN
JEFF KARIER

Ausstellung über Nationalbibliothek eröffnet

Das Einkaufszentrum City Concorde hat vor einigen Monaten mit den Arbeiten an einem Anbau begonnen, weshalb ein provisorischer Eingang für die Kunden geschaffen werden musste. Seither wurde eine der Wände von rund 40 Metern Länge als „Plateforme culturelle“ genutzt. Auf dieser können sich verschiedene Kulturinstitute des Landes präsentieren, um so auf sich aber auch auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Hierzu zählten bereits das „Centre national de littérature“, das „Musée National d’Histoire et d’Art“ sowie „Centre National de l’Audiovisuel“.

Interesse wecken

Über die kommenden Monate wird nun die „Bibliothèque nationale de Luxembourg“ (BnL) sich auf dieser „Plateforme culturelle“ vorstellen. Dabei steht der Neubau der BNL auf Kirchberg im Fokus. „400 Sitzplätze, Räume für Gruppen, eine Cafeteria und einiges mehr wird diese beinhalten“, erklärt Monique Kieffer, Direktorin der BnL. Das neue Gebäude liegt direkt an einer Haltestelle des Trams und soll mit einem großen Eingang und großen Fenstern einen Einblick in die Bibliothek gewähren und das Interesse wecken. Kieffer unterstrich die weiterhin große Bedeutung einer Nationalbibliothek, auch in Zeiten der Digitalisierung. Immerhin habe die BnL in den letzten Jahren ihr Online- und Digitalangebot weiter ausgebaut. So findet man neben den etwa 1,8 Millionen physischen Dokumenten etwa 686.000 E-Books sowie 77.600 E-Journals in der BnL. Darüber hinaus zählt es zu ihren Missionen, das geschriebene Erbe des Landes zu sammeln und anzubieten. Aber auch eine Bildungsmission hat die BNL, zu deren Grundlage Bücher aus der ganzen Welt gehören.

Letzte Ausstellung an dieser Stelle

Kulturstaatssekretär Guy Arendt danke der City Concorde, dass sie den verschiedenen Kulturinstituten diese Möglichkeit geboten haben. „Es ist wichtig, den Menschen unsere Institute schmackhaft zu machen und zu zeigen, was diese machen“, erklärt er. Denn oft wüssten viele nicht, was etwa die Arbeit eines „Centre national de littérature“ ist.

Da allerdings der Anbau der City Concorde im November dieses Jahres eröffnet wird, endet das Projekt der „Plateforme culturelle“. Die Ausstellung über die BnL ist noch bis zum 1. September zu sehen. Zukünftige Zusammenarbeit des Einkaufszentrums mit den Kulturinstituten des Landes und dem Kulturministerium sei aber nicht ausgeschlossen, im Gegenteil. Die City Concorde wie auch Arendt signalisierten Interesse an weiteren Projekten.