CLAUDE KARGER

„Die CSV-Führung atmet etwas auf, die Mehrheitsparteien und einige Kommentatoren bekommen dagegen deontologische Schnappatmung“, beobachtete der „Wort“-Wochenrückblicker die Reaktionen darauf, dass sein oberster Chef nun auch noch Käpt’n der BIL wird, die er ehemals mit Katari-Hilfe rettete. Die Kür des Ex-Finanzministers zum Sankt-Paulus-Spitzenmann dokumentiert für das „T“ übrigens klar die lange „für beide Seiten lukrative Partnerschaft“ zwischen Erzbistum und CSV, die dessen „wichtigster Partner zum Aufbau und der Wahrung der kirchlichen Privilegien“ war und sei. Als spitzenkandidatswillig geoutet hat sich längst der CSV-Fraktionsboss, der seine Partei aufforderte, in der Causa schnell Nägel mit Köpfen zu machen „um Luc Frieden und seinen einflussreichen Freunden zuvorzukommen“, wie das „Land“ mutmaßt. Den Kameraden im Schatten graue nämlich davor, dass der nächste Premier Wiseler sein könnte, „ein etwas ängstlicher Studienrat aus dem öffentlichen Dienst, dem Lohnquote, dritte Industrielle Revolution und Soparfis reichlich fremd sind“. Es ist noch nicht aller Tage Abend. Uns dünkt, Fälle von Schnappatmung wird es noch jede Menge geben bis 2018. Dann am besten sofort die Atemwege des Patienten freimachen, reanimieren und in stabile Seitenlage bringen!