PASCAL STEINWACHS

Nachdem sich Eurogruppenchef Dijsselbloem vor Jahren schon einmal wenig schmeichelhaft über seinen Vorgänger Juncker geäußert hatte, indem er diesen in einer niederländischen Talkshow einen „starken Raucher und Trinker“ genannt hatte - das Juncker’sche Dementi folgte natürlich auf den Fuß: „Ich habe kein Alkoholproblem“ -, hat der holländische Lockenkopf (nicht zu verwechseln mit Pierre Gramegna) nun erneut zugeschlagen, diesmal gegen die sogenannten Südländer. So hätten sich die nördlichen Staaten in der Eurokrise solidarisch mit den Krisenländern gezeigt, und als Sozialdemokrat halte er Solidarität auch für äußerst wichtig, aber wer sie einfordere, der habe auch Pflichten: „Ich kann nicht mein ganzes Geld für Schnaps und Frauen ausgeben und anschließend Sie um Ihre Unterstützung bitten“. Klar, dass bei so einem stereotypischen Stuss erste Rücktrittsforderungen laut werden, so gestern unter anderem von Ex-Italien-Premier Renzi: „Leute wie Dijsselbloem (...) verdienen nicht die Rolle, die sie einnehmen“.

Da loben wir uns doch
den britischen Ballspieler George Best: „Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab‘ ich einfach nur verprasst“. Der Glückliche...