PASCAL STEINWACHS

Man mag es kaum glauben, aber heute in zwei Monaten wird gewählt, was erklären dürfte, dass das Sommerloch in diesem Jahr nicht ganz so krass ausfällt, und manch ein Politiker - man weiß ja nie, wie die Dinge sich nach dem 14. Oktober entwickeln - seine Seele in diesem Sommer vorsichtshalber nicht im Ausland, sondern im Ländchen baumeln lässt. Wer ein Regierungsamt bekleidet, der versucht indes, sich mit allerlei lustigen Aktionen im Gespräch zu halten, so wie gestern Umweltministerin Dieschbourg, die extra eine Pressekonferenz einberief, um auf das Schicksal der Berggorillas, Schneeleoparden und Bengaltiger aufmerksam zu machen. Bei Politikern äußerst beliebt sind aber ebenfalls die Bäder in der Menge, was inzwischen auch der CSV-Spitzenkandidat Wiseler mitbekommen hat, der sich am Wochenende trotz seines Großvater-Status auf dem e-Lake-Festival blicken ließ, von dem er dann auch (Staatspremier Bettel war natürlich auch präsent) Fotos auf Instagram postete.

Und die Erzbistumszeitung, die erinnerte gestern wehmütig an die erste sozialliberale Koalition der Nachkriegszeit, die „zahlreiche gesellschafts- und sozialpolitische Reformen auf den Weg“ gebracht habe. Fast wie das Blau-Rot-Grün-Dings...