DÜDELINGEN
DANIEL OLY

Erster Lauf der „FPVNation“-Drohnenmeisterschaft abgehalten

Windstill, 15 bis 20 Grad, leicht bewölkt: Der Samstagmorgen zeigte sich mit perfektem Flugwetter von seiner besten Seite. So waren denn auch knapp 31 Piloten zum ersten Lauf des diesjährigen „FPVNation Cup“ und der luxemburgischen Drohnenmeisterschaft angereist, um auf dem Flugfeld des „Aéro Club Dudelange“ im fairen Wettstreit gegeneinander anzutreten.

Fahnen und „Gates“, große aufblasbare Plastikhürden, gaben die Strecke vor. Und schon bei der ersten gemeinsamen Begehung der Piste mit allen Piloten war schnell klar: Es wird ein hartes Rennen. Besonders eine Schikane hatte es in sich: ein sogenanntes „Dropgate“, bei dem die kleinen viermotorigen Copter von oben in das Hindernis herein und vorne wieder hinaus schlüpfen mussten. Gar nicht so einfach, und schon bei den Trainingsflügen war dann und wann ein Aufprall zu hören. Bei den rasanten Rennen dann, bei denen die Copter Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometer erreichen konnten, musste auch so manche Drohne Federn - oder besser: Rotoren - lassen.

Respektierte Rennleitung

Immerhin: Kommunikationsprobleme gab es keine. Obwohl zu dem Rennen Copterpiloten aus Frankreich, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden angereist waren, um gemeinsam mit elf Piloten aus dem Großherzogtum um die Wette zu sausen, blieb alles stets sachlich und fair. Man merkte: Hier wollten Menschen gemeinsam Spaß haben. Durch eine klare Ordnung bei den Flugrunden und eine strikte Aufteilung der Funkkanäle für die Steuerungen kam es auch zu keinem Zeitpunkt zu Störungen oder Zwischenfällen. Die Organisatoren des „FPVNation“-Vereins rund um Renndirektorin Saskia Schmitt hatten es geschafft, ein möglichst reibungsloses Renn-Geschehen auf die Beine zu stellen.

Und dann kam der Wind. Eine Gewitterfront kündigte sich auf den Wetterdiensten an, die Windhose auf dem Feld des „Aéro Club Dudelange“ fing bedrohlich an zu flattern, und spätestens als das Zelt, in dem sich die vier gerade im Wettstreit fliegenden Piloten und die Rennleitung befanden, damit drohte, sich auf und davon zu machen, musste Schmitt die Reißleine ziehen: Der erste Lauf des „FPVNation Cup“ und der luxemburgischen Meisterschaft musste also frühzeitig abgebrochen werden.

Das bedeutet auch, dass lediglich vier Qualifikations-Durchläufe mit je acht Rennen vollständig geflogen werden und schlussendlich in die Wertung einfließen konnten. Sieger des Tages-Events gab es aber trotzdem: Der Schweizer Pilot Yanick „Downwind“ Glauser war von allen Racern eindeutig der Schnellste, er ging verdient mit dem Tagessieg nach Hause. Die Führung in der Wertung der luxemburgischen Drohnenmeisterschaft nahm Johann „Kinex“ Gandolfi ein, der die zweitbeste Tagesplatzierung mit 29 Punkten erreichte, dies vor Daniel „SwooshLX“ Speller (26 Punkte). Der letztjährige Gesamtsieger Daniel „Mr. Gutz“ Gitzinger ist derzeit Fünfter mit 19 Punkten.

„FPVNation“ konnte am Samstag dann trotz Unterbrechung mehr als zufrieden sein; der erste Lauf war erfolgreich, und auf den ersten Streich folgen zwei weitere - der nächste Lauf ist am 30. Juni, der dritte und finale Durchlauf soll am 22. September stattfinden.