LUXEMBURG
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Nachhaltigkeitsminister François Bausch reagiert auf Videopost über desolaten Zustand der N10

Gaby Ewrard-Hetto fährt täglich von Dasburg-Pont an der deutschen Grenze nach Marnach, wo sie als Verkäuferin arbeitet. Dafür nimmt sie ihr Auto und fährt über die N10 (Nationalstraße zehn). Doch die Straße ist in einem derart desolaten Zustand, dass sie inzwischen einen Umweg über acht Kilometer in Kauf nimmt. Das sei auch eine Belastung für die Umwelt, meint Ewrard-Hetto. Der Naturschutz werde allerdings regelmäßig als Grund dafür angeführt, dass die Straße nicht erneuert wird.

Am vergangenen Donnerstag setzte Ewrard-Hetto ein Video ihrer Fahrt über die N10 auf Facebook. Am vergangenen Samstag hat Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch, nachdem er das Video gesehen hatte, schnelle Abhilfe versprochen. „Ech wëll der Mme Gaby Ewrard-Hetto merci soe fir hire Videopost zum Zoustand vun der N10. Effektiv dat doten ass net normal an ech verspriechen hier, dass do elo ëppes wärd passéieren“, meinte der Minister auf Facebook.

N10 sorgt seit Jahren für Unmut im Norden

Bereits vor einem Jahr, am 22. März 2017, hatte der DP-Abgeordnete André Bauler eine parlamentarische Anfrage an Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch in Sachen Zustand der N10 gerichtet. Der Minister verwies damals auf eine noch ausstehende „Studie zur Bewertung der technischen Sicherheit einer neuen Strecke und des Optimierungspotenzials des N10 zwischen Dasbourg-Pont und Marnach“. Das Ministerium sei auf der Suche nach einem „Konsens zwischen Sicherheit und Auswirkungen auf die natürliche Umwelt“. Dieser sei noch nicht gefunden und deshalb könne man keinen Termin für den Beginn der Sanierungsarbeiten nennen, sagte Minister Bauch vor einem Jahr. Instandsetzungsarbeiten, die bis zu heutigen Tag noch nicht in Angriff genommen wurden.