CLAUDE KARGER

In einem lustigen Artikel befasste sich das renommierte „Wall Street Journal“ kürzlich vor dem Hintergrund des Einbürgerungsgesucheboom zahlreicher „Brexit“-Flüchtlingen von der Insel mit dem Luxemburgischen, dieser „obscure tongue-twisting language“, die irgendwie klingt wie „like German about 500 years ago“. „Before eating „Schnuddelhong“ with „Gromperekichelcher“ you must pass the „Sproochentest““, meint die „Mauerstrooss-Zeitung“. Naja, „Snot-hen“-Frikassee und Kartoffelpuffer kann man natürlich sogar ohne Wörterbuch genießen. Wenn sich ein Lokal findet, dass dieses selbst für Luxemburger exotische Gericht kredenzt. Aber sicher wird das WSJ noch ein Stück über großherzogtümliche Kulinarik nachschieben - wohl bekommt’s. Grund genuch ins „tiny country“ zu reisen, gibt’s ja in diesem Jahr Besonderes, wählen die Eingeborenen doch bald ein neues Parlament. Spürt man laut „Wort“ auch am Stühlerücken in der „Chamber“. Bei CSV, DP und LSAP machen einige Jüngeren Platz. „Nur die Grünen schicken niemanden in Rente. Sie haben eben noch keine alten Hasen“, stichelt die Erzbistumszeitungs-Wochenrückblickerin, die wohl schon etwas länger nicht mehr auf Krautmarkt war. Da fällt uns gerade noch „Huesenziwwi“ ein. Einen „Luxembourgish Jugged Hare“ tischen wir den Kollegen vom WSJ auch gerne auf.