PASCAL STEINWACHS

Das nenn ich doch mal ein Paukenschlag, hat das Erzbistum doch mitten in der Corona-Apokalypse ihre Sankt-Paulus-Gruppe-Aktienmehrheit (nicht zu verwechseln mit Petrus, denn der lässt es heute regnen) an ein belgisches Medienhaus verkauft - ganz so, als sei dies die normalste Sache der Welt. Ähnlich normal ist dann wohl ebenfalls der Vorschlag von US-Präsident Trump zur Behandlung von Corona-Patienten mit ultraviolettem oder einfach sehr starkem Licht, was sich anscheinend auch der US-Botschafter in Luxemburg zu Herzen genommen hat, wie ein gestriger Tweet von Botschafter Evans vermuten lässt: „Turns out that sunshine is a good tool these days in dealing with the virus. So, following the guidelines, get some SUNSHINE! I’ll do my part.”

Auf Twitter aktiv ist aber auch die Stadt Trier (ältere Leser werden vielleicht schon einmal dort eingekauft haben, soll es doch Zeiten gegeben haben, wo die Grenzen noch offen waren), die gestern darauf hinwies, dass fortan auch dort „im ÖPNV und in Geschäften die Pflicht“ herrsche, „einen Mund-Nasenschutz zu tragen Oder um es mit Helmut Leiendecker zu sagen: Willste kaawen giehn, nuren mit Schnüssgardiehn!“. Zu Schnüssgardiehn kann man aber natürlich auch Schnutenpulli oder Klappenlappen sagen – Hauptsach gudd geschützt...