CLAUDE KARGER

Der „Wort“-Politredaktion scheint die Ära Luc Frieden an der Spitze des erzbistümlichen Medienhauses doch noch etwas aufzustoßen, was sich manchmal in Seitenhiebchen entlädt. So schrieb der Wochenrückblicker vom Dienst etwa: „Von der Leyen galt lange als Kronprinzessin von Merkel und drohte in dieser Rolle als alte Jungfer zu enden. Damit war sie die weibliche Antwort der Deutschen auf Junckers Kronprinzen Luc Frieden. Mit dem Unterschied, dass vor von der Leyen noch eine politische Karriere lag“. Autsch! Viel Polit-Karriere liegt auch nicht mehr vor Gast Gibéryen. Der „zottelbärtige Oppositionsguru“, („Wort“), will sich ja bald aus dem Politzirkus zurückziehen, damit der „Wee“ „an d’Chamber“ einziehen kann. Aber was kommt nach der Politik? Kann sein, dass Gast Berater beim CSV-Chef wird, den er plötzlich ganz toll findet. Das „Wort“ rät den beiden sogar, gemeinsam ein Geschäft in der Oberstadt zu eröffnen. Was da wohl verhökert werden soll? Die Nische des Katzencafés ist nun jedenfalls besetzt. In der Kapuzinergasse kann man laut „Wort“ „auf einen Tee mit Stubentigern“ vorbeischauen, „Schnurrtherapie“ inklusive gegen den Stress. Vielleicht sollte die Opposition bei der nächsten Saalflucht mit ordentlich Gefauche geschlossen das „Chalon de Thé“ ansteuern, um die Gemüter zu beruhigen.