LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Bereits 43 Verkehrstote in diesem Jahr - AVR appelliert an die Politik

Die Zahl der Toten auf unseren Straßen ist auch dieses Wochenende leider wieder gestiegen: Bei einem grauenhaften Unfall zwischen Grosbous und Eschweiler kam am Samstag eine junge Frau um. Damit hat der Straßenverkehr in diesem Jahr bereits 43 Todesopfer gefordert. Das sind neun mehr als im vergangenen Jahr, wo auf den Luxemburger Straßen 34 Menschen ihr Leben verloren, während 339 schwer verletzt aus Unfällen geborgen werden konnten. 2011 waren 30 Verkehrsopfer zu beklagen. In einer Pressemitteilung läutet Jeannot Mersch, der Vorsitzende der „Association des Victimes de la Route“, die Alarmglocke: „Die genaue Zahl der Verkehrstoten 2013 kennen wir offiziell noch nicht, aber alles deutet daraufhin dass die Tendenz stark steigend ist. Wenn man jetzt auch noch, um genauere Entwicklungen zu kennen die Zahl der Schwerverletzten bei der Statistik hinzuzählt, stehen wir auch nicht besser da. In den Jahren 2010-2012 war deren Zahl auf beunruhigende Weise stark steigend“.

Minister Bausch: „Auch hier wird die Regierung handeln“

Mersch bedauert, dass man im Regierungsprogramm nur sehr wenig über eine nachhaltige Verkehrssicherheit finde. „Sicherlich gibt es viele andere Prioritäten, wirtschaftlicher oder gesellschaftspolitischer Natur, die dringend nach einer Lösung rufen. Wenn nun aber der Ruf nach mehr Verkehrssicherheit von den verantwortlichen Politikern, in den verschiedenen Ministerien, nicht gehört wird, riskiert die Unsicherheit auf den luxemburgischen Straßen in den kommenden fünf Jahren noch größer zu werden. Das bedeutet Jahr für Jahr mehr Tote, Schwerverletzte mit betroffenen Familien, Freunden und auch Politiker“, schreibt Mersch.

Auch die Partei PID meldete sich zu dieser Problematik zu Wort und sieht noch viel Potenzial für Verbesserungsmaßnahmen in punkto Verkehrssicherheit. Beispielsweise durch eine optimierte Sicherung von Fußgängerstreifen. Die PID fordert die Umsetzung eines nationalen Plans zur Sicherung der Straßen.

Der für den Transport zuständige Nachhaltigkeitsminister François Bausch (déi gréng) zeigte sich im Facebook erstaunt über die Vorwürfe der AVR. Im Regierungsprogramm seien quasi sämtliche Forderungen der Vereinigung aufgenommen worden. Er sei auch schockiert über die hohe Zahl der Verkehrstoten, schreibt Bausch. „Auch hier wird die Regierung handeln“, verspricht er.