LUXEMBURG
INGO ZWANK MIT DPA

Hochprozentige partielle Sonnenfinsternis am Freitag: Luxemburgisches Gesundheitsministerium rät dazu, besondere Schutzbrillen zu tragen

Es ist ein Naturschauspiel, das nicht alle Jahre zu beobachten ist: Am kommenden Freitag findet eine Totale Sonnenfinsternis statt, deren Zentralzone sich durch den Nordatlantik ziehen wird. Bis zur nächsten hierzulande sichtbaren totalen Sonnenfinsternis am 02. September 2081 kommt uns die sogenannte „Schwarze Sonne“ nur noch einmal so nah. In Luxemburg darf man sich auf eine „hochprozentige partielle Sonnenfinsternis“ freuen.

Ohne Sonnenfinsternis-Brille bekommt man überhaupt nichts mit

Diese wird nicht nur in amateurastronomischen Kreisen, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen. Die Sonnenfinsternis ist vom ganzen deutschen Sprachraum aus als partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Eine partielle Sonnenfinsternis ist nichts wirklich Ungewöhnliches, wie es aus astronomischen Fachkreisen heißt. In den allermeisten Fällen wird hier nur ein kleiner Teil der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt; ohne Sonnenfinsternis-Brille (SoFi-Brille) bekommt man davon überhaupt nichts mit. „Eine Faustregel besagt, dass erst eine Bedeckung von mindestens 50 Prozent der Sonnenfläche zu einer wahrnehmbaren Lichtveränderung führt“, heißt es von Experten. In den nächsten Jahren werden wir, neben der Sonnenfinsternis am Freitag, noch zweimal eine Sonnenfinsternis erleben - und zwar am 12. August 2026 und am 21. Juni 2039, bei denen im deutschsprachigen Raum mindestens 80 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt werden.

Keine Experimente mit CD

Doch man sollte sich darüber bewusst sein, dass es nicht ganz ungefährlich ist, sich diese Sonnenfinsternis anzusehen. Daher werden die Bürger über mögliche Gefahren der Sonnenfinsternis informiert. Ein entsprechendes Rundschreiben wurde jetzt vom Gesundheitsministerium ausgegeben. Darin wird darauf aufmerksam gemacht, auf Schutzmaßnahmen zu achten. So sollte die Sonnenfinsternis am Freitag nur mit speziellen Schutzbrillen beobachtet werden. Normale Sonnenbrillen seien nicht geeignet. Auch der Blick durch eine CD sei sehr gefährlich. Denn die Folgen können schwerwiegend sein - die Netzhaut kann verbrennen. Durch die Hornhaut des Auges und durch die Augenlinse wird das Licht so stark gebündelt, dass es an der Stelle des schärfsten Sehens zu Verbrennungen kommen kann.


Das Ministerium weist darauf hin, dass es selbst keine Schutzbrillen bereitstellen kann oder gar verkauft