LUXEMBURG
SVEN WOHL

Auch mit wenig Geld kann man dem Videospielhobby frönen

Videospiele können ein mächtig teures Hobby sein. Konsolen kosten vor allem beim Erscheinen Unsummen – etwas, das wahrscheinlich auch bei den anstehenden Erscheinungen von PlayStation 5 und Xbox Series X stimmen wird. Selbst einen ordentlichen Gaming-PC zu bauen, bringt das Konto ins Schwitzen. Und jede große Neuerscheinung kostet gleich 60 Euro. Doch mit einigen Tricks lässt sich das finanzielle schwarze Loch großräumig umfliegen.

Schätze die Vorgänger

Wer seine Freizeit vor allem mit Videospielen überbrückt, sollte kein Problem damit haben, auch ältere Konsolen angeschlossen zu lassen. Xbox 360, PlayStation 3 und Wii (beziehungsweise Wii U) sind billig zu haben und moderne Klassiker gibt es zuhauf dafür. Online-Händler oder auch jene Videospielläden in Luxemburg, die gebrauchte Spiele verkaufen, sitzen oft auf riesigen Beständen, die für Spottpreise verscherbelt werden. Apropos Gebrauchtware: Selbst bei Neuerscheinungen stellen sie die günstigere Alternative dar. Wer nur eine Woche wartet, kann bereits auf gebrauchte Versionen eines Topsellers stoßen. Nach einem Monat oder zwei fallen die Preise noch tiefer. Wem billig nicht gut genug ist, sollte es mit gratis versuchen: Der „Epic Store“ verschenkt aktuell jede Woche mindestens ein Spiel. Seit vergangenem Jahr versucht der digitale Laden damit neue Nutzer anzuziehen. Eine Taktik, die aufgeht und die eigene Spielebibliothek mächtig aufrüstet. Teurer sind da Abonnements, die wie eine Überraschungstüte daher kommen. PlayStation Plus (Im Jahresabo 60 Euro) gibt einem Zugang zu zwei Spielen im Monat, wobei man nicht im voraus weiß, welche. Läuft das Abo aus, sind die Spiele dann auch wieder weg. Anders bei Amazon Prime: Hier ist Prime Gaming enthalten, womit einem fünf Spiele im Monat geschenkt werden. Die darf man selbst dann behalten, wenn das Abonnement (jährlich 69 Euro) ausläuft. Alternativen bietet die Seite „Humble Bundle“. In thematischen Paketen werden hier meist dutzendweise Spiele für einen niedrigen Preis angeboten. Das Geld wird dann an verschiedene wohltätige Organisationen gespendet. Als Abonnement (4,49 bis 17,99 Euro) gibt es auch den „Choice Bundle“, wo man je nach Höhe des Abonnements aus einem Dutzend Spielen jeden Monat auswählen darf.

Vorbestellungen sind Glücksspiele

Wer dennoch unbedingt ein 60 Euro Spiel haben möchte, sollte sich fragen, ob das sofort passieren muss. Abzuraten ist stets vom Vorbestellen, denn ehe erste Rezensionen veröffentlicht sind, sollte man sein Geld nicht leichtfertig hinblättern. Auch bei herunterladbaren Inhalten macht es Sinn, erst einmal Zurückhaltung zu üben und herauszufinden, wie viel Inhalt sie einem tatsächlich bringen. Oft stellt man nach dem Durchzocken des Spiels fest, dass man diese gar nicht gebraucht hätte.

Zu guter Letzt sind da noch die sogenannten „Free to play“-Titel. Die zeichnen sich dadurch aus, dass sie keinen Cent kosten, wenn man sie herunterlädt. Auch wenn sie einem viel Spaß bringen, sollte man sich bewusst sein, dass die Hersteller dennoch versuchen, durch optionale Inhalte Geld einzuheimsen. Dies stimmt vor allem bei Smartphonespielen und kann auf eine regelrecht manipulative Art und Weise erfolgen. Empfehlenswerte Vertreter sind meistens auf PC und Konsole zu Hause: „Fortnite“, „Warframe“ oder etwa „League of Legends“.