PASCAL STEINWACHS

Seit gewusst ist, dass die CSV mit ziemlich wahrscheinlicher, wenn nicht sogar reichlich möglicher Sicherheit auch die kommenden fünf Jahre mit der steinharten Oppositionsbank vorliebnehmen muss, hat die Erzbistumszeitung auch die letzten Skrupel verloren, was ihren Umgang mit der an sich ja befreundeten Partei anbelangt. Konnte die gestern auf der französischsprachigen Webseite der Zeitung etwas unglücklich unter einem Foto mit dem christlich-sozialen Dream-Team Wiseler/Spautz/Zeimet stehende Schlagzeile - „Plusieurs arrestations dans le milieu de la drogue à Esch/Alzette“ - noch als unglücklicher Zufall gelten, so steckt hinter der gestrigen Aufmacherseite aber reine Bösartigkeit, waren hier doch erneut die gleichen drei Gestalten abgebildet (Wiseler, Spautz und Zeimet) diesmal mit dem direkt unter dem Bild platzierten Titel „Schreckensszenario rückt näher“. Wer solche Freunde hat, bleibt besser in der Opposition.

Gerne in der Regierung wäre indes CSV-Urgestein Astrid Lulling („als ich in der Chamber anfing, gab es nicht einmal Toiletten für Frauen“), die gestern im „Quotidien“ das gute Wahlresultat von Martine Hansen anzweifelte: „Martine Hansen a perdu près de 15% dans le nord par rapport à son score de 2013“. Wer solche Freunde hat...